Essener Philharmonie: Mit Barock auf Heiligabend einstimmen

Von: thd
Letzte Aktualisierung:
„Klein aber fein”: Eine Grup
„Klein aber fein”: Eine Gruppe der Philharmonie Essen verschönerte der Gesellschaft Erholung die Vorweihnachtsfreude mit einigen Stunden klassischer Musik. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. Die Adventszeit ist eine besinnliche Zeit, in der viele Gesellschaften einige entspannte Stunden miteinander verbringen. Auch die Gesellschaft Erholung, die das ganze Jahr über ihr Ziel zur Aufrechterhaltung von Kontakten und Eschweiler Traditionen verfolgt, möchte die Zeit nutzen, um ein gelungenes Jahr abzuschließen.

Dieses Jahr war ein besonderes Jahr für die Gesellschaft, denn sie feierte ihr 130-jähriges Bestehen und ist damit einer der ältesten Vereine in Eschweiler. In den Jahren 1865 bis 1870 versammelten sich einige religiöse und politisch ungebundene Männer zum regelmäßigen Stammtisch, bevor sie ihre Gesellschaft 1871 als Verein registrieren ließen. Seit dem organisiert die Gesellschaft Erholung Veranstaltungen des allgemeinen Interesses.

Passend zum Advent lud der Verein seine Mitglieder ein, um bei einem gemeinsamen Mittagessen im Talbahnhof einer Gruppe der Philharmonie aus Essen zu lauschen und die klassische Musik zu genießen. Aus dem großen Orchester hat sich eine kleine Gruppe gebildet, die in ihrer Freizeit gemeinsam Musik machen möchte. Dabei verfolgen sie unterschiedliche Stilrichtungen und arbeiten auch mit nicht musikalischen Künstlern zusammen. Zur Weihnachtszeit hat sich die Gruppe entschieden, etwas nicht Typisches zu spielen und sich dem Barock zu widmen.

Die entspannenden Stunden begannen mit der „Pastorale”, und das Orchester versprach vom ersten Ton an einen gemütlichen Vormittag.

Zwischen den Stücken erzählte die freischaffende Schauspielerin Katja Heinrich, die unter anderem schon im Tatort spielte, einige Weihnachtsgeschichten und Gedichte. Einen schönen Einstieg fand sie mit „Wenn es Winter wird” von Christian Morgenstern, gefolgt von Theodor Stroms „Knecht Ruprecht”, Peter Hacks „Nikolaus erzählt” und einer Geschichte über „Die Weihnachtsfrau”, die zeigte, dass Weihnachten ohne die weibliche Organisation jedes Jahr ein Desaster werden würde.

Das Orchester spielte im Anschluss ein Weihnachtskonzert von Giuseppe Torelli und gab viel himmlische Liebe an die Zuhörer weiter. Mit der Geschichte „Der störrische Esel und die süße Diestel” las Katja Heinrich eine etwas andere Weihnachtsgeschichte vor, bevor das Orchester mit einem Weihnachtskanon den ersten Block beendete.

Der zweite Block begann mit einem sehr außergewöhnlichen Stück von Antonio Vivaldi. Für „Per eco” stellte sich eine Künstlerin auf die andere Seite des Raums und zeigte eine gelungene Darbietung als Echo des Orchesters. Katja Heinrich trug die Geschichte „Der Tanz des Räubers Horrificus” von dem Österreicher Karl Heinrich Waggerl vor und die Musiker schlossen mit Georg Friedrich Händels außergewöhnlicher „Feuerwerksmusik” an.

Mit den zeitgenössischen Geschichten von Ursel Scheffer „Vorweihnachtstrubel”, von Regina Schwarz „Wo man Geschenke verstecken kann”, von Joachim Ringelnatz „Schenken” und mit einer „Hommage” fand die Darbietung von Katja Heinrich ein Ende, bevor das Orchester mit einem noch einmal sehr besinnlichen Weihnachtskonzert von Corelli den Vormittag beendete.

Nach den entspannten, klassischen Stunden ließ die Gesellschaft die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen und das Jahr noch einmal Revue passieren lassen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert