ESG-Handballer: Und schon wieder wäre mehr drin gewesen...

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Eschweiler. Am vergangenen Samstag empfing die Eschweiler SG die Nachbarn aus Stolberg zum Lokalduell.

Der Kader war wieder etwas besser bestückt als noch in den Spielen zuvor, man musste „lediglich“ auf Janis Thielen, Thomas Pauls und Frank Becker verzichten. Somit standen die Zeichen gut, die zwei Punkte gegen den Stolberger SV in der eigenen Halle zu halten und eine kleine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.

Die Stolberger begannen das Spiel mit eigenem Anwurf mit einem schnell ausgeführten Spielzug und ohne – wie es der Anstand gebieten würde – mit der Eschweiler Abwehr abzuklatschen, wie der Verein mitteilt. Dieser Versuch, die Indestädter zu überrennen, sollte vorerst im Sande verlaufen. Die offensive Abwehr Stolbergs entpuppte sich als Schuss in den Ofen und man konnte leichte Tore im Eins gegen Eins erzielen. Dies führte zu einer 6:3-Führung nach neun Minuten.

Der Stolberger SV stellte nun sowohl im Angriff als auch in der Abwehr von Schnelligkeit auf Masse um, womit die Eschweiler nicht mehr so gut zurechtkamen. In der Abwehr stand man nicht mehr so konsequent wie noch zu Beginn und so konnte sich Max Schlotterhose einige Siebenmeterpfiffe erspielen. Wie so oft diese Saison verlor man auch im Angriff die Konzentration, so dass eine zu große Menge an Offensivaktionen in Ballverlusten und Stürmerfouls endeten. Der Stolberger SV konnte so Tor für Tor aufholen und kurz vor Ende der ersten Halbzeit zum 11:11 ausgleichen.

In der Halbzeitpause sprach Trainer Armin Alten vor allem die Stärken der ersten Minuten an und versuchte, seine Mannschaft wieder besser auf ihren Gegner einzustellen. Den Worten des Trainers ließen die Eschweiler Spieler auch Taten folgen und starteten mit einem 3:0-Lauf gegen die Kupferstädter. Jedoch sollten die Zuschauer nun ein maximal unterdurchschnittliches Handballspiel erleben.

Der einzige Akteur auf dem Feld, für den sich das Eintrittsgeld lohnte, war ESG-Keeper Blume, der dem Angriff aus Stolberg Kopfschmerzen bereitete. Aufgrund des viel zu schwachen Angriffs seitens der ESG musste man dennoch in der 50. Minute den Ausgleich zum 19:19 hinnehmen. Damit sollte die Endphase der Partie eingeleitet werden, welche nicht einmal einem unterdurchschnittlichen Handballspiel gerecht werden sollte.

Die Eschweiler Spieler waren den Stolbergern konditionell in dieser Phase deutlich unterlegen, so dass diese sich weiter absetzen konnten. Ein Lauf von vier aufeinanderfolgenden Toren entschied das Spiel vorzeitig. Bei einem Drei-Tore-Vorsprung 26 Sekunden vor Schluss nahm der Stolberger Trainer Schellenberg die wichtige dritte Auszeit, um seine Mannen auf die letzten schweren Sekunden dieser Partie vorzubereiten. Das Spiel endete 24:21 für den jetzigen Tabellenvierten.

„Am Ende kann man erneut sagen, dass insgesamt mehr drin gewesen wäre, aber die über die ganze Saison hin geringe Trainingsbeteiligung mit daraus resultierenden Konditionsdefiziten hat uns wieder einmal den Sieg gekostet“, resümierte Trainer Armin Alten und fasste damit einen Großteil der diesjährigen Landesligasaison treffend zusammen.

Weiter teilt die ESG mit: „Dass sich nach der fehlenden Begrüßung noch einzelne Stolberger Spieler genötigt fühlten, ihre Gegenüber nach dem Spiel zu beleidigen, zeigte dann doch, dass man eine Mannschaft halt nicht nur anhand ihres spielerischen Niveaus messen kann.“

Die Eschweiler SG teilt sich nun punktgleich mit den Zweitvertretungen aus Bonn und Pulheim den letzten Tabellenplatz. Nach Ostern wird man dann beim Turnerkreis aus Nippes gastieren.

Es spielten: Velden, Simon; Blume, Lars; Fröhlich, Gennadi (3/2); Mann, Kevin (4); Morsch, Philipp; Zaube, Tim (4); Freiboth, Lars (4); Thielen, Maik (3); Wild, David; Hoffmann, Niels; Müller, Simon (3); Eßer, Christoph.

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