Eschweiler - Eschweilers Franz-Liszt-Gesellschaft feiert 30-jähriges Bestehen

Eschweilers Franz-Liszt-Gesellschaft feiert 30-jähriges Bestehen

Von: ran
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Gründungsmitglieder unter sic
Gründungsmitglieder unter sich: Joszef Acs, musikalischer Leiter der Gesellschaft, begrüßte ganz besonders herzlich Anthonia Rinkens, die im Jahr 1982 das Amt der Vize-Vorsitzenden übernahm. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Die Schaustücke reichen vom Plakat des „Festlichen Eröffnungskonzerts” am 3. März 1983 über ein Foto, das mit Joszef Acs einen der Hauptprotagonisten in Gegenwart von Papst Benedikt XVI. zeigt, bis hin zu einigen Haupthaaren des Namensgebers des gemeinnützigen Vereins, der in den zurückliegenden drei Jahrzehnten zu einem Aushängeschild des Kulturlebens der Indestadt sowie der Region wurde.

Mit einer Ausstellung in den Räumen der Sparkassen-Geschäftsstelle Marienstraße beginnen die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Franz-Liszt-Gesellschaft Eschweiler. Bereits seit Montag sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Öffentlichkeit zugänglich. Am Dienstagabend folgte im Rahmen einer kleinen Feierstunde die offizielle Eröffnung.

„Die Genialität von Franz Liszt, dessen 200. Geburtstag im vergangenen Jahr gefeiert wurde und der im Alter von neun Jahren seine ersten Konzerte als Pianist gab, ist der Grund, warum wir heute hier zusammengekommen sind. Und die Überzeugungskraft eines Pianisten aus Ungarn, der mit neun Jahren als außergewöhnliches Talent an der Franz-Liszt-Akademie zu Budapest seine musikalische Ausbildung begann, Ende der 70er Jahre nach Eschweiler kam und hier Mitstreiter suchte, um das Erbe von Franz Liszt hochzuhalten.

Joszef Acs fand diese unter anderem in Dr. Otmar Jantzen, der zum ersten Vorsitzenden der Gesellschaft gewählt wurde, und Günther Wopperer, den aktuellen Vorsitzenden”, begrüßte Lothar Müller, Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle Marienstraße, die Gäste der Ausstellungseröffnung. „Die Franz-Liszt-Gesellschaft Eschweiler ist heute weit über die Grenzen der Indestadt und der Region bekannt. Sie hat in den vergangenen 30 Jahren zahlreiche kulturelle Meilenstei ne gesetzt”, lobte der Gastgeber.

An einige dieser Meilensteine erinnerte anschließend Günther Wopperer: „Ob es im Jahr 1992 die Uraufführung des von Liszt unvollendet hinterlassenen und von Joszef Acs vollendeten Werks ,De profundis, die Teilnahme am Rheinischen Musikfest im Jahr 2002, die Initiierung des in Eigenkomposition entstandenen Mysterienspiels ´Vater unser´ zum Weltjugendtag 2005 oder die Uraufführung der vatikanischen Version der Graner Messe im Jahr 2007, der Konzertreisen nach Budapest, Salzburg sowie als Höhepunkt in den Petersdom nach Rom folgten, war, die Franz-Liszt-Gesellschaft Eschweiler steht seit drei Jahrzehnten für hochklassige klassische Musik und hat seit ihrer Gründung am 4. November 1982 die Musiklandschaft Eschweilers und Umgebung geprägt”, stellte der Vorsitzende fest.

Darüber hinaus habe die Gesellschaft nach der Wiedervereinigung ihren Blick auch gen Osten gewandt. „Die Tätigkeiten unseres Namensgebers auf deutschem Boden fanden v or allem in Weimar statt. Wir saßen mit im Boot, als dort die ´Deutsche Liszt Gesellschaft´ gegründet wurde”, so Günther Wopperer, der ebenfalls daran erinnerte, dass im Jahr 1987 drei Vorständler zu Ehrenmitgliedern der ungarischen Akademie der Wissenschaften ernannt wurden.

In seinem kurzen Grußwort stellte Bürgermeister Rudi Bertram fest, dass die Franz-Liszt-Gesellschaft Eschweiler „ein Schatz für die Stadt” darstelle. „Als Kulturgut ist sie nicht hoch genug zu bewerten, zumal sie von zahlreichen Ehrenamtlern getragen wird”, zollte der Verwaltungschef größten Respekt, um anschließend zwei Namen ausdrücklich zu nennen. „Violetta Palatinus und Joszef Acs sind Botschafter unserer Stadt.”

Letztgenannter, der seit die Gesellschaft ins Leben gerufen wurde als deren musikalischer Leiter fungiert, zeigte sich beeindruckt, Gründungsmitglieder begrüßen zu können und umarmte überschwenglich Anthonia Rinkens, die im Gründungsjahr das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden übernahm.

Natürlich kam während der Ausstellungseröffnung auch die Musik nicht zu kurz. Zunächst erklangen Tonbandaufnahmen des ersten Konzerts der Gesellschaft aus dem Jahr 1983, bei dem Joszef Acs am Flügel neben Werken von Bach, Beethoven und Chopin auch die XIV. Ungarische Rhapsodie von Franz Liszt zu Gehör brachte. Abschließend folgte eine Premiere: Violetta Palatinus trat erstmals mit ihrer Schülerin Sarah Ziemons als „Savi-Duo” auf. Die beiden Querflötistinnen beeindruckten ihre Zuhörer mit einer gelungenen Interpretation von Mozarts „Duo für zwei Flöten”.
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