Eschweiler Tagesmütter beklagen Nachteile

Letzte Aktualisierung:
netzwerk-bu
Als Interessengemeinschaft gegründet, als Verein etabliert: Die Mitglieder des Netzwerks Eschweiler Tagesmütter verteilen Lob und üben Kritik.

Eschweiler. Fast genau drei Jahre ist es her, dass sich einige Tagesmütter zur Gründung des „Netzwerks Tagesmütter Eschweiler” zusammenfanden. Aus der anfänglich als Zusammenschluss zum Erfahrungsaustausch gegründeten Interessengemeinschaft ist inzwischen ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit 23 aktiven Mitgliedern geworden, die fast alle regelmäßig am monatlichen Treffen in der Oase teilnehmen.

Fast einstimmige Wahl

Dort fand dann auch die Jahreshauptversammlung statt, in deren Verlauf der bisherige Vorstand für seine Arbeit bestätigt wurde, was sich auch in der fast einstimmigen Wahl zeigte: Der alte Vorstand ist der neue. Vorsitzende bleibt Maria Mund, zweite Vorsitzende Monika van der Heiden. Geschäftsführerin ist Nicole Salopek, deren Stellvertreterin ist Dima Krauthausen, Kassenprüferin ist Christiane Vogel.

Vieles wurde erreicht, aber an etlichen Punkten stehe man noch ganz am Anfang - so lautete das Fazit der anschließenden, lebhaft geführten Diskussion. Auf der positiven Seite steht die gute Zusammenarbeit und ein reger Austausch mit dem Jugendamt, wobei Eschweiler die Initiative für eine Koordination innerhalb der Städteregion übernommen hat. Verbindliche und freiwillige Fortbildungen werden inzwischen regelmäßig angeboten. In Eschweiler wurde die Satzung gemäß dem ab 1. Januar 2009 gültigen Kinderförderungsgesetz (KiFöG) bezüglich der Sozialversicherungen umgehend umgesetzt, eine Anpassung der Stundensätze erfolgt seit dem 1. August des laufenden Jahres.

Aber es gibt auch Probleme und Kritikpunkte, die die Tagesmütter anführen. Auch wenn sie gesetzlich vorgesehen ist: „Von einer Gleichstellung zwischen der Tagespflege und Betreuung in einer U3-Gruppe im Kindergarten kann keine Rede sein.” Ist Mama wegen längerer Krankheit oder aufgrund einer Schwangerschaft zu Hause, dürfe das Kind selbstverständlich weiterhin den Kindergarten besuchen. Der Tagesmutter werde im schlimmsten Fall jedoch von heute auf morgen die Zahlung gestrichen - schließlich sei die Mutter ja zu Hause. Ähnliches gelte bei Studentinnen, Schülerinnen oder Pädagogen mit zwölf Wochen Jahresurlaub. Die Tagesmutter könne den Platz zwischenzeitlich nicht besetzen, erhalte aber auch keine Bezahlung. Bei längerer Erkrankung der Tagesmutter gebe es keinerlei gesetzlichen Schutz, aber den sofortigen Wegfall sämtlicher Einnahmen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert