Eschweiler: Rosenmontag für Hilfskräfte eher ruhig

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Auch die Männer der Wirtschaftsbetriebe hatten am Montagabend Hochbetrieb: Tonnenweise musste Müll von den Straßen geräumt werden.

Eschweiler. Die erfahrungsgemäß 24 „heißesten“ Stunden des Jahres liegen hinter den Männern und Frauen von Feuerwehr und Hilfsorganisationen. Wer erwartet hatte, dass die Zahl der Einsätze analog zur wetterbedingt deutlich geringeren Zuschauerzahl des Rosenmontagszugs abgenommen hätte, der sah sich getäuscht.

Die Zahl der sogenannten „Karnevalseinsätze“ blieb nahezu gleich. Während des gesamten Rosenmontagszuges waren zwar nur neun (Vorjahr 16) Rettungseinsätze zu verzeichnen. Insgesamt aber wurden während der 24 Stunden 39 Rettungsdiensteinsätze (20 „Karnevalseinsätze“/ Vorjahr 18) von den Einsatzkräften bewältigt, was einen minimalen Rückgang zum Vorjahr (41) bedeutet.

Bei den sanitätsdienstlichen Hilfeleistungen – ohne Transport ins Krankenhaus – war ebenfalls ein leichter Rückgang auf 29 Stück (Vorjahr 31) zu verzeichnen, hierunter fielen z.B. auch Anfragen nach Aspirin aufgrund von Kopfschmerzen oder Blasenpflaster aufgrund wund gelaufener Füße. Neben insgesamt rund 50 Feuerwehreinsatzkräften standen 90 Einsatzkräfte der Eschweiler Hilfsorganisationen (DRK, MHD und JUH) mit fast 20 zusätzlichen Rettungsfahrzeugen ständig zur Verfügung, um bei Einsätzen rund um den Zug aber auch beim „normalen Alltagsgeschäft“ – welches natürlich auch noch bewältigt werden musste – sofort einzugreifen.

Erneut wurde neben dem operativen Einsatzstab, der das gesamte Einsatzgeschehen von Feuerwehr und Hilfsorganisationen im und am Rosenmontagszug koordiniert, ein Einsatzstab „Rosenmontag“ in der Feuerwache eingerichtet, der die Arbeit von Sicherheitsdiensten (Polizei / Security / Ordnungsamt), Reinigungskräften sowie Karnevalskomitee und Karnevalsgesellschaften unterstützte.

Beide Institutionen waren vom frühen Morgen bis gegen 21 Uhr tätig. Der Einsatzstab „Zug“ trat erstmalig vor dem Zug in großer Besetzung zusammen, um unter Führung des Bürgermeisters über die aktuelle Wetterlage und damit über eine Durchführung des Zuges zu beraten. Nach ausführlicher Erörterung und einer persönlichen Wetterberatung durch den Deutschen Wetterdienst fiel dann der einstimmige Beschluss, den Rosenmontagszug – mit kleinen Abstrichen (ohne Pferde, Fahnen und überhohe Fahrzeuge) – durchzuführen.

Erstmalig wurde auch am Rosenmontag eine Einsatzleitung der Feuerwehr auf dem Markt gestellt, die die Arbeit der dort eingesetzten Hilfsdienste bis in die Nacht koordinierte. Nach dem Zugende standen zusätzlich noch bis zu sechs Rettungswagen der Eschweiler Hilfsorganisationen bis gegen 23 Uhr zur Verfügung und führten im Bereich Markt/Dürener Straße/Schnellengasse noch diverse Einsätze durch.

Feuerwehrtechnische Einsätze spielten – genau wie an Weiberfastnacht – eine eher untergeordnete Rolle. So war am Morgen gegen 9.20 Uhr ein umgestürzter Baum auf der Heisterner Straße durch Kräfte der Hauptwache mittels Kettensäge zu zerkleinern und anschließend von der Fahrbahn zu räumen.

Um 18.32 Uhr rückte ein Löschfahrzeug der freiwilligen Kräfte aus Stadtmitte aus, um auf der Kölner Straße eine Überflutung der Fahrbahn zu beseitigen . Dort wurde in einem einstündigen Einsatz das Wasser abgepumpt und die Fahrbahn gereinigt. Die Kräfte der Hauptwache sowie des Löschzugs Weisweiler wurden um 21.04 Uhr zu einem Feuer in die Paul-Ernst-Straße alarmiert. Dort brannte das Dach eines Anbaus eines Einfamilienhauses, das mit einem C-Rohr abgelöscht wurde, ehe das Gebäude mittels Überdruckbelüftung entraucht wurde. Verletzt wurde niemand; die Kripo hat die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe aufgenommen.

An der Dürener Straße waren Teile der Lichtreklame eines Restaurants durch den Sturm beschädigt worden und auf den davor liegenden Parkplatz gefallen. Über die Drehleiter entfernte die Hauptwache zwischen 22.40 und 23.15 Uhr weitere lose Teile der Reklame, damit niemand durch herabfallende Teile verletzt werden konnte.

Aus Sicht von Feuerwehr und Rettungsdiensten war es trotz der Einsätze ein rundum gelungener Rosenmontagszug mit sehr disziplinierten Teilnehmern und Besuchern, so dass es für die Einsatzkräfte ein „ruhiger“ Umzug war. Erst gegen Ende der Veranstaltung war dann ein Anstieg der Einsätze zu verzeichnen. Eine deutliche Beruhigung des Einsatzgeschehens trat gegen 1 Uhr am frühen Morgen ein.

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