Eschweiler: Nur die Straßenreinigung wird teurer

Von: Patrick Nowicki
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Hinein in den Kanal: Die Abwassergebühren steigen in 2011 nur beim Schmutzwasser leicht. Lediglich die UWG kritisiert die Kalkulation der Stadt. Foto: imago/imagebroker

Eschweiler. Die finanziell nicht auf Rosen gebettete Stadt dreht zum Jahreswechsel nicht an der Gebührenschraube. Die Grundsteuern A und B bleiben ebenso konstant wie die Gewerbesteuer. Die Biotonne kostet im nächsten Jahr sogar durchschnittlich 2,7 Prozent weniger. Eine Ausnahme macht die Gebühr für die Straßenreinigung.

Waren im vergangenen Jahr noch 2 Euro je laufender Meter Frontlänge, so muss man ab dem 1. Januar 2,17 Euro der Stadt überweisen. Die Gebühren im Überblick:

Kanalgebühren: Ein Vier-Personen-Haushalt muss für die Schmutzwassergebühr im nächsten Jahr etwa fünf Euro mehr einplanen, denn der Preis für einen Kubikmeter Wasser (1000 Liter) steigt um vier Cent. Diesen Anstieg begründet die Stadt mit höheren Abgaben an den Wasserverband Eifel-Rur und sogenannten „kalkulatorischen Kosten”.

Im Gegenzug dazu sinkt die Niederschlagwassergebühr um aufgerundet ein Prozent auf 1,41 Euro pro Quadratmeter. Dies macht sich mit einer Ersparnis von einem Euro pro 100 Quadratmeter bemerkbar.

Abfall: Die höheren Verbrennungskosten sorgen dafür, dass die Entsorgung des Restmülls teurer wird, allerdings kompensiert dies die deutliche Entlastung bei der Biomüllabfuhr. Für eine 60-Liter-Restmülltonne zahlt man ab dem 1. Januar 143,68 Euro (vorher: 140,62). Nimmt man eine Biotonne hinzu, so sind im nächsten Jahr insgesamt 185,58 Euro (193,70) fällig. Das 120-Liter-Gefäß schlägt ohne Biotonne mit 248,56 Euro (244,55) zu Buche, mit Biotonne sind 304,97 Euro (315,88) zu überweisen. Den 240-Liter-Behälter leert die Stadt für 458,32 Euro (452,39), bestellt man dazu eine Biotonne, lautet der Gesamtbetrag 543,74 Euro (560,21).

1961,60 Euro (1941,94) kostet die Entleerung eines Containers jährlich, mit Biotonne sind es 2047,02 Euro (2049,76). Wer eine zusätzliche Biotonne bei der Stadt bestellt, muss 85,42 Euro (107,82) berappen. Abfallsäcke sind nach wie vor für 5,50 Euro zu bekommen. Den Papiersack für Grün- und Bioabfälle erhält man für 3,10 Euro (3,50).

Straßenreinigung: Die Erhöhung auf 2,17 Euro pro laufendem Meter wurde bereits erwähnt. Als Ursache für die Steigerung nennt Stadtkämmerer Manfred Knollmann die Erhöhung der WBE-Kostenerstattung. Neben der Reinigung fließt auch der Winterdienst in die Gebührenkalkulation mit ein. Die WBE hat jedoch zwischenzeitlich in ein neues Salzsilo investiert, was die Berechnung um zusätzliche 20.800 Euro erhöht. So fielen in 2009 insgesamt 195.674,42 Euro an Kosten an, die durch Gebühren beglichen werden mussten. Im noch laufenden Jahr wächst diese Summe, in der auch eine Pauschale für die Straßenreinigung enthalten ist, auf 216.500 Euro.

Politisch ganz unumstritten sind die Berechnungen der Stadt übrigens nicht. Vor allem die Abwassergebühren werden von der UWG als zu hoch kritisiert. Als Beispiel nennt der Fraktionsvorsitzende Erich Spies die kalkulatorischen Zinsen, deren Höhe von 6,5 Prozent in einer Niedrigzinsphase nicht angemessen sei. „Es wird alles getan, um die Gebühren hochzuhalten”, argumentiert Spies.

Dem widerspricht allerdings die Stadtverwaltung, die zwar zugibt, dass die Gebühr für Niederschlagwasser im Vergleich zu anderen Kommunen im „Mittelfeld” liege, „aber beim Schmutzwasser sind wir günstig”, so Bürgermeister Rudi Bertram.

Und so blieb es dabei, dass nur die UWG der Gebührensatzung im Bereich Abwasser die Zustimmung verweigerte. Alle anderen Parteien stimmten dafür.
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