Eschweiler - Eschweiler Music Festival: Machtvolle Lieder von Liebe und Freiheit

Eschweiler Music Festival: Machtvolle Lieder von Liebe und Freiheit

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
14348080.jpg
An große Stadien gewöhnt, machen sie diesmal Station auf dem Eschweiler Marktplatz: Den kernigen Kerls von Santiano und ihrer furiosen Show gehört am EMF-Freitag, 25. August, die Freilichtbühne vor der Peter-Paul-Kirche. Foto: Christian Bartz
14349708.jpg
Sponsoren, Organisatoren, Mitmacher, Künstler: Wie Organisator Max Krieger (vorne, 3. v. l.) und Tenor Cristian Lanza (hinten, 4. v. r.) freuen sich viele weitere Beteiligte auf das 26. Eschweiler Music Festival mit seinen zahlreichen Konzerten vom 24. bis 27. August. Foto: Rudolf Müller
14348075.jpg
Auch die Show der Hermes House Band gemeinsam mit Lou Bega gehört zum EMF. Foto: Grzegorz Baran/Robin Boettcher

Eschweiler. Vier Tage wird es diesmal dauern, das musikalische Top-Ereignis des Jahres in Eschweiler. Vier Tage voller Musik. Auf einer Freilichtbühne, die sich mit ihrem Ambiente, ihrem gastronomischen Umfeld und ihrer historischen Kulisse vor keiner anderen Stadt verstecken muss.

Die beiden großen Konzerte im Vorfeld des 25. Eschweiler Music Festivals im vergangenen Jahr waren die gelungene Feuerprobe für das EMF neuer Prägung. Das Nena-Konzert wie auch die Große italienische Operngala haben gezeigt, was Eschweiler und sein „neuer“ Markt zu bieten imstande sind. „Von der Regional- in die Bundesliga“ ist das Motto, unter dem Max Krieger mit Sponsorenhilfe künftig Top-Konzerte anbieten will. Zwar nicht mehr gratis, aber zu Preisen, die deutlich unter denen vergleichbarer Konzerte in anderen Städten liegen.

Bürgermeister Rudi Bertram ist seit 26 Jahren Wegbegleiter des EMF. Er weiß, „dass ein hochwertiges Programm trotz Sponsoren ohne ergänzende Finanzierung nicht zu stemmen ist“. Dabei, so betont er, wolle man zwar ein hohes Niveau bieten, „aber auch die Menschen mitnehmen, die an diesem Kulturwochenende hier Party machen wollen.“

Und so kommt es, dass am EMF-Sonntag, wie berichtet, gleich drei kölsche Top-Bands, die normalerweise mit jeweils an die 30 Euro Eintritt zu Buche schlagen, hier im Paket für zwölf Euro geboten werden. Und davon kommen noch zwei Euro Eschweilers kulturtreibenden Vereinen zugute. „Wenn das Dreifach-Konzert ausverkauft sein wird, wovon ich ausgehe, werden wir Eschweiler Vereine mit 10000 Euro unterstützen können“, hofft EMF-Organisator Max Krieger.

Doch vor dem Sonntag liegen noch drei andere Konzertabende. Und die beginnen mit einem Konzert, wie es es in Eschweiler, so Krieger, „seit 100 oder 200 Jahren“ nicht mehr gegeben hat. Mit Nabucco kommt eine große Oper auf die Bühne, vor der rund 1000 Sitzplätze für Besucher bereitstehen. Verdis Meisterwerk wird von 85 Künstlern dargeboten, darunter das Roncole Verdi Orchestra und der Chor der Opera Polska.

In der Hauptrolle der renommierte Opernsänger Giulio Boschetti, als Abigail Silvia Rampazzo und als Ismaele Lokalmatador Cristian Lanza. Der Indestädter mit derzeitigem Wohnsitz in Padua wird übrigens vor der Opernaufführung einige Stücke gemeinsam mit seinem brasilianischen Freund und Kollegen Roberval Cardoso zu Gehör bringen – vor den Kameras deutscher und brasilianischer Fernsehteams. Cardoso ist in Brasilien ein gefeierter Star mit eigener TV-Show. Und hat Lanza zu sich nach Südamerika eingeladen.

Ganz andere Töne als die, die Meister Giuseppe Verdi vor genau 175 Jahren erstmalig aufführte, werden am Freitag zu hören sein: Dann gehört die Bühne den Mannen von Santiano. Die Shanty-Folkrocker aus dem hohen Norden, die gerade ein neues Album „Von Liebe, Tod und Freiheit“ herausgebracht haben, treten auf ihrer aktuellen Tournee in Hallen und Stadien vor 10.000 bis 20.000 Fans auf, schafften es, dreimal hintereinander in der ausverkauften Berliner Waldbühne 20.000 Menschen zu begeistern. Am 25. August spielen auf dem Eschweiler Marktplatz, der gerade mal 4999 Besucher fasst. „Wir hatten schon deutlich mehr, aber da wurde noch nicht gezählt“, so Max Krieger mit Blick auf die behördlich vorgegebenen Sicherheitsmaßnahmen.

Der EMF-Samstag gehört dem, wie Max Krieger es ausdrückte, „bierlastigen Pop“. Auf der Bühne: die Hermes House Band, Europas Party-Band Nr. 1, die zuletzt die Silvesterparty am Brandenburger Tor rockte, und Lou Bega („Mambo Nr. 5“) samt Tänzerinnen. Als Vorgruppe mit von der Partie: Eschweilers „Chain of Fools“. Beste Voraussetzungen also für einen feuchtfröhlichen Sommerabend, ehe am Sonntag Cat Ballou, die Bläck Fööss und Kasalla für kölsche Stimmung sorgen. Zuvor wird es den traditionellen EMF-Gottesdienst geben. Und am Freitag und Samstag ist jeweils ab 22.30 Uhr die beliebte Kneipenrallye mit etlichen Bands angesagt – ebenso wie das Nachwuchs-Event „Jugend Rockt“ am Samstagnachmittag selbstverständlich bei freiem Eintritt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert