Eschweiler Music Festival: Lebensfreude pur

Von: Irmgard Röhseler
Letzte Aktualisierung:
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„Jamaram” fackelte nicht lange: die acht Musiker und Sänger legten eine energiegeladene Show auf die EMF-Bühne und ließen einen ganzen Marktplatz Reggae tanzen. Da ließen nicht nur die Teenies die Hüften kreisen, da swingten auch Oma und Opa euphorisch mit. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Dritter Eschweiler Music Festival-Tag. Zwei anstrengende und musikreiche Abende liegen hinter den EMF-Besuchern. Und so manch einer musste wohl am Sonntag seinen inneren Schweinehund überwinden, um sich von der gemütlichen Couch zu rollen und „ausgehfein” zu machen.

Wer den Weg zum Marktplatz dann tatsächlich schaffte, dürfte ihn nicht bereut haben. Denn was dort und auf der EMF-Bühne abging, war Lebensfreude pur und einfach nur ansteckend!

Wann hat man jemals zuvor einen ganzen Markplatz voller Menschen bei strahlendem Sonnenschein ausgelassen Reggae tanzen sehen?

Und das in Eschweiler. Der gemeine Indestädter kommt nämlich meist erst in Fahrt, wenn er den „Laridah” hört. Sagt man. Stimmt aber nicht. Da müssen nur acht quirlige Jungs her, die das Vermögen haben, pure Lebenslust zu vermitteln. Und wenn jemand das kann, dann ist das die Münchner Band „Jamaram”.

„Habt Ihr Lust auf ein bisschen Reggae?” fragte Frontmann Tom Lugo und legte gleich nach dem Auftritt von „Nossa Levada” los. Denn viel Zeit blieb nicht. Eine Stunde lang zeigten die Musiker, was in ihnen steckte. Da ließen nicht nur die Teenager die Hüften wippen, da tanzten auch Kleinkinder, swingten Mamas und Papas und Omas und Opas, Securityleute, Eisverkäufer und Kneipenbesitzer...

Lebendige und fröhliche Jungs

Mit einer Mischung aus Reggae, Rap, Rock, Pop, Ska und Soul brannte „Jamaram” ein Feuerwerk ab, das nicht nur die euphorischen Teenies in den vordersten Reihen kreischen ließ. Dabei legte die Formation, die seit neun Jahren zusammenspielt, eine energiegeladene und atemberaubende Bühnenschau hin.

Lebendig, gelenkig und mutig. Denn mittendrin kletterte Saxophonist Matthias Schuppler mal kurz in den Seitenträger der Bühne und spielt aus einer Drei-Meter-Höhe locker- flockig weiter. „We are rich” röhrt Tom Lugo ins Mikro. Recht hat er. Denn wenn jemand reich an Energie, Fröhlichkeit und Lebendigkeit ist, dann ist das „Jamaram”.

Die Post ging bereits schon mittags auf dem Marktplatz ab, als die Samba- und Capoeira-Shows die Besucher fasziniert staunen ließen. Und als dann „Nossa Levada” die Sonne Brasiliens auf die EMF-Bühne holten, füllte sich der Marktplatz rapide.

Brasilianischer Zauber

Samba und Reggae waren angesagt. Und nicht nur der charismatische Sänger Alexxandó und seine Band Axé zogen beim rund zweistündigen Showkonzert die Menschen an den Bühnenrand, sondern auch die drei brasilianischen strahlenden Schönheiten Rosi, Christina und Marilla, die mehrfach ihre wunderschönen und knappen Outfits wechselten und verführerisch die Hüften kreisen ließen.

Zum Programm gehörten neben Klassikern wie Samba und Lambada auch exotischer Afro-Tanz und Capoeira, der akrobatische brasilianische Kampftanz.

Die Akteure kombinierten perfekte Körperbeherrschung mit Schönheit, Charme und einer ausgefeilten Choreographie. Ein toller Auftritt und ein phantastischer Abschluss des dreitägigen EMF-Musikmarathons, dass alle Besucher zum Nulltarif genießen durften. Rechnret man nur den Durchschnitts-Eintrittspreis eines BossHoss-Konzertes um, haben die Besucher allein am Freitag rund 300.000 Euro gespart. Geld, das nicht zuletzt den Marktwirten zugute kam...
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