Eschweiler Krankenhaus gibt Fachweiterbildung ab

Von: Dina Abel
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Vertreter von Luisenhospital und St.-Antonius-Hospital freuen sich, dass die Fachweiterbildung nach wie vor in guten Händen ist. Foto: Dina Abel

Aachen/Eschweiler. Die christliche Bildungsakademie für Gesundheitsberufe Aachen übernimmt die Fachweiterbildung von der Fortbildungsakademie des St.-Antonius-Hospitals Eschweiler.

Bereits seit Februar dieses Jahres hat die Christliche Bildungsakademie für Gesundheitsberufe Aachen (CBG) am Luisenhospital die staatlich anerkannte Fachweiterbildung von der Fort- und Weiterbildungsakademie des St.-Antonius-Hospitals Eschweiler übernommen. Über den Erhalt des Weiterbildungsangebots freuen sich beide Seiten.

Zwar hätte das Eschweiler Krankenhaus das Angebot fortgeführt, allerdings habe man keinen neuen Leiter finden können, so Elmar Wagenbach, geschäftsführender Vorstand des indestädtischen Krankenhauses. Da die Kooperation bereits gut funktioniere, habe man sich daher zu diesem Schritt entschlossen.

Die CBG ist künftig die einzige Einrichtung in der Region, die eine Weiterbildung in den Fachrichtungen Intensivpflege und Anästhesie anbietet. Damit stellt sie eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Weiterbildungsmöglichkeiten dar. Mit dem fortbestehenden Bildungsangebot ist es Häusern in der Region weiterhin möglich, Fachkräfte auszubilden.

Die Übernahme war organisatorisch zwar anspruchsvoll, lief aber reibungslos ab, sagt Jochen Vennekate, Geschäftsführer der CBG. Auch ein bereits laufender Kurs wird am CBG weitergeführt. Kursteilnehmer Ansgar Radke beschreibt die Lernatmosphäre als gleichzeitig professionell und freundlich. „Es ist beeindruckend, was man hier in kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat“, sagt er.

Der Bereich der Akut- und Intensivmedizin befindet sich in einem ständigen Entwicklungsprozess, weiß Doktor Wolfram Reeker, Chefarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Luisenhospital. Deshalb müsse besonderer Wert auf die Weiterbildung gelegt werden. „Nach der Ausbildung zum Kranken- und Gesundheitspfleger sind weitere Qualifikationen nötig, um die komplexen Abläufe auf der Intensivstation zu bewältigen“, sagt Reeker.

Außerdem sei es ein Anliegen, den Beruf des Kranken- und Gesundheitspflegers attraktiver zu gestalten. „Es handelt sich um einen tollen Beruf, der mit viel dankbarer Rückmeldung der Patienten verbunden ist“, sagt Elmar Wagenbach. „Im Vordergrund soll die Begeisterung für den Beruf stehen“, fügt er hinzu.

„Wir sind glücklich, dass die CBG uns dabei unterstützt, die Pflegekräfte in der Region weiterhin gut auszubilden und auch den laufenden Kurs übernommen hat. Das ist keineswegs selbstverständlich“, freut sich Frank Gotsmann, stellvertretender Pflegedirektor am St.-Antonius-Hospital, über den Erhalt des Weiterbildungsangebots der Intensivpflege und Anästhesie für die Region.

„Wir freuen uns, dass wir auf diesem Wege unser Angebot erweitern und die Kooperation zu anderen Häusern weiter ausbauen können“, betont Jochen Vennekate, Geschäftsführer der CBG. Insbesondere für Häuser kleinerer und mittlerer Größe in der Region ist damit die Qualitätssicherung und -entwicklung durch Qualifizierung der Mitarbeiter weiterhin möglich.

„Im Bereich der Intensivmedizin steigt der Fort- und Weiterbildungsbedarf, da die Betreuung von Menschen mit situationsbedingten Einschränkungen der Vitalfunktionen immer eine Herausforderung darstellt“, weiß Dr. Wolfram Reeker, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie Ärztlicher Direktor im Luisenhospital.

„Kompetenter Partner“

„Auch wenn wir die Aufgabe unserer eigenen Fortbildungsakademie bedauern, freuen wir uns umso mehr, dass wir mit der CBG einen kompetenten Partner gefunden haben“, ergänzt Elmar Wagenbach, Vorstand des St.-Antonius-Hospitals. Zukünftig werden auch weitere Bereiche, wie beispielsweise die Weiterbildung zur Stationsleitung in der CBG etabliert, so dass der Kern der ehemaligen Weiterbildungsangebote unter neuer Trägerschaft erhalten bleibt.

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