Eschweiler Frühjahrsputz: Ran an den Abfall und weg damit!

Von: rpm
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Überquellende Abfalleimer, herumfliegender Müll. Zahlreiche Bürger wollen dem Dreck morgen eine Abfuhr erteilen. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Die Aachener haben ihren Frühjahrsputz schon hinter sich. Tonnenweise haben sie am Wochenende Müll entsorgt: runter von Straßen und Gehwegen, fort von Plätzen, raus aus Grünanlagen. 6000 Aachener – Privatleute wie Vereinsvertreter, Geschäftsleute und Politiker – waren dem Aufruf zum vierten „Öcher Kehrwochenende“ gefolgt und sorgten dafür, dass die Kaiserstadt sich blitzsauber präsentiert.

In Eschweiler ist es die im Facebook beheimatete „Aufräum- und Sensibilisierungsgruppe“ um Brigitte Averdung-Häfner, die zum wiederholten Mal zum Großreinemachen in der City aufruft: Am morgigen Mittwoch soll jeder mit anpacken, ob vor seiner eigenen Türe oder anderswo.

Auch das Team der Lokalredaktion dieser Zeitung ist mit von der Partie. Und wie stets greifen auch die Kinder der Willi-Fährmann-Schule zu Schaufel und Besen. Und nicht nur das: Sie starten eine große Umweltaktion. An mehreren Standorten in Eschweiler werden sie Müll sammeln, fegen und Blumen pflanzen. Und sie haben auch andere Einrichtungen angesprochen, damit sich diese beteiligen. Bisher haben folgende Einrichtungen zugesagt:

Ein Team der Don-Bosco- Schule nimmt sich zwischen 11 und 16 Uhr Parkplatz und Hehlrather Straße vor. Die evangelische Grundschule Jahnstraße säubert ab 10 Uhr Jahnstraße und Skaterpark. Das Familienzentrum Jahnstraße reinigt ab 10 Uhr ebenfalls die Jahnstraße sowie die Indebrücke. Und Teams der Willi-Fährmann-Schule sind ab 9.30 Uhr in der gesamten Innenstadt anzuteffen.

Der Parkplatz vor dem Jugendtreff ,,Check In‘‘ wird in die Säuberungsaktion eingeschlossen und wird daher für einige Stunden gesperrt werden. Außerdem sollen noch Nistkästen an den Bäumen angebracht werden.

Ein besonderes Modell im Kampf gegen den Dreck in der Stadt hat die Stadt Dresden vor nunmehr rund einem Jahr entwickelt. Ein Modell, das sich in der einjährigen Testphase durchweg bewährt hat und nun fortgeführt wird: Die Dresdner können auch weiterhin Dreckecken in der Stadt per Mobiltelefon oder über eine spezielle Hotline melden.

Dreck-Hotline 115

Die „Dreck-weg-App“ fürs Handy und das „Dreck-weg-Telefon“, das unter der Kurzwahl-Nummer 115 zu erreichen ist, werden bestens genutzt. Das erklärte jetzt Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU). Seit dem Start im März 2013 meldeten die Dresdner insgesamt 1481 Fälle von Verschmutzungen im Stadtbild. Für die Übermittlung nutzten 1302 die Handy-App, 179 Bürger griffen lieber zum Telefon.

Gemeldet wurden vor allem liederliche Grundstücke, Dreck auf Straßen, in Bäumen oder in Grünstreifen, überfüllte Abfalleimer oder verschmutzte Wertstoffcontainerplätze. „Das Angebot der Dreck-weg-App wird immer mehr genutzt“, erklärte André Barth, Ortsamtsleiter für die Dresdner Altstadt und die Neustadt. Nur in seltensten Fällen wurde das Angebot der Stadt bisher missbraucht. „Wir hatten jemanden, der seinen überfüllten Schreibtisch gemeldet hat und hoffte, wir kommen aufräumen“, heißt es im Bericht einer Kollegin der Sächsischen Zeitung.

Dreist und dumm

Aber auch von anderen kuriosen Fällen berichtete der Ortsamtsleiter. Fälle, die deutlich machen, dass Eschweiler beileibe nicht das einzige Refugium rücksichtsloser Dreckferkel ist: So stand im Pieschener Wald im November ein Klobecken oder stülpten Unbekannte einen Einkaufswagen über ein Denkmal, listet unsere Kollegin auf.

Besonders clever sind die Umweltferkel auch in der Dresdner Gegend nicht: zum Beispiel der Besitzer eines Autohauses, der 50 Reifen in Pieschen einfach in der Natur entsorgte. „Weil aber Aufkleber des Autohauses auf den Reifen waren, hatten wir es leicht, den Übeltäter zu finden“, so der Dresdner Verwaltungsmensch.

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