Eschweiler feiert auf Westafrikanisch

Von: tv
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Organisatoren und Unterstützer des togolesischen Kulturtages: Rabi Gblao, Yaouza Issifou, Max Krieger, Abass Issifou, Thomas Weiland, Helga Grimmer, Rudi Bertram, Dara Oumi und Zarifou Bah-Trauri. Foto: T. Vogel

Eschweiler. Grün-gelbe Streifen, ein rotes Quadrat mit weißem Stern – das ist Togos Flagge. Eine Flagge, die in Eschweiler überdurchschnittlich vielen Menschen bekannt sein dürfte. In der Indestadt gibt es den togolesischen Kulturverein Kezebidi, der seit 2008 im Zweijahres-Rhytmus ein togolesisches Kulturfest feiert. Am 19. April erklingen in der Festhalle in Kinzweiler wieder afrikanische Trommeln.

In diesem Jahr gibt es eine Neuigkeit: Das Fest kommt bei Einheimischen und Gästen so gut an, dass es ab sofort jedes Jahr stattfinden soll. Hauptorganisator Abass Issifou strahlt, als er das ankündigt. Das Fest gehört mittlerweile zu Eschweiler, auch und gerade weil die Einheimischen sich erst vorsichtig, dann immer offener und interessierter beim Fest blicken ließen.

Darauf ist Bürgermeister und Schirmherr des Festes Rudi Bertram stolz: „Bei meinem ersten Besuch in Kinzweiler hab‘ ich viele Überraschungen erlebt. Ich hatte nicht gedacht, dass so viele Leute kommen und dann ist es ein Riesenfestival geworden.“

500 Togolesen und Gäste waren es 2012. In diesem Jahr werden es mehr, da sind sich Issifou und seine Mitorganisatoren einig. Ihre Landsleute reisen aus ganz Europa an: aus Italien, der Schweiz, aus Irland, Holland, Belgien – sogar aus den USA haben sich Togolesen angekündigt. „Ich habe schon oft gehört: ‚Wenn wir nach Eschweiler fahren ist klar: es ist Feiertag‘“, erzählt der 39-Jährige.

Was der Kulturverein in diesem Jahr auf die Beine stellt, wird Togolesen wie Rheinländer gleichermaßen interessieren: Neben viel Musik und Tänzen ist eine Modenschau geplant. Afrikanische Schneider haben Kleidungsstücke entworfen und hergestellt, die in Kinzweiler präsentiert werden.

Wem‘s gefällt, der kann sogar bestellen. Die Frauen bereiten ein Buffet mit traditionellen togolesischen Speisen. Darin sind „Foudou zum Beispiel“, sagt Dara Oumi. Das sei eine Wurzel, ähnlich der Kartoffel. Sie wird gekocht und zusammen mit Gemüse und Hähnchenfleisch serviert.

„Der togolesische Kulturtag ist ein Vorzeigeprojekt in Sachen Integration“, meint Unterstützer Max Krieger. Genau wie der Verein selbst, der sich sogar am Rosenmontagsumzug beteiligt. Das Fest am 19. April jedenfalls kann kommen. Einlass ist ab 15 Uhr, der Eintritt beträgt zehn Euro (drei Euro für Kinder).

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