Eschweiler Berufskolleg testet die „Cloud”

Von: ran
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Eschweiler. Das Thema Datenspeicherung und Sicherheit wird in Zeiten des Internets und zahlreicher sozialer Netzwerke immer brisanter.

Nicht zuletzt durch das „Cloud-Computing”, dass es Nutzern ermöglicht, Teilbereiche von Programmen nicht mehr selbst betreiben zu müssen, sondern diese bei Anbietern zu mieten. Eine vor allem für Unternehmen und Einrichtungen mit hohem Verwaltungsaufwand interessante Entwicklung.

So beteiligt sich momentan das Berufskolleg Eschweiler gemeinsam mit der „Regio-IT” an dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projekt „Cloudcycle”. Langfristig angestrebtes Ziel: Synergieeffekte erreichen und Kosten einsparen.

„Ein hochaktueller Bereich, bei dem allerdings in Sachen Sicherheit noch Nachholbedarf besteht”, erklärt Peter Niehues von der Regio-IT. „Diesen zu erhöhen und zu standardisieren ist unsere Aufgabe”, macht der Projektleiter deutlich. Derzeit verfügt jede Schule über ein individuelles Verwaltungsprogramm. In Zukunft könnte es aber sein, dass zum Beispiel alle Berufskollegs der Städteregion nur noch ein Programm, einen „Cloud-Dienst” benötigen. „Es muss aber natürlich gewährleistet sein, dass der Zugriff ausschließlich auf die Daten der eigenen Schule möglich ist”, betont Erwin Frings, der am Berufskolleg im Bereich „Wirtschaft” unterrichtet. Gerade in Deutschland seien die gesetzlichen Anforderungen im Bereich des Datenschutzes völlig zu Recht hoch. „So ist es selbstverständlich, dass in jeder Schule die Leitungen des Verwaltungsnetzes von denen des auch von den Schülern zu nutzenden pädagogischen Netzes vollständig getrennt sind. Dies muss natürlich auch in der Cloud sichergestellt sein”, verdeutlicht Peter Niehues. Technisch sei dies schon jetzt jederzeit realisierbar. „Aber es gilt eben auch, nach außen zu dokumentieren, dass die Sicherheit der Daten gewährleistet ist”, unterstreicht Erwin Frings.

Gelingt die Umsetzung von der Theorie in die Praxis, führe dies zu durchaus erheblichen Kosteneinsparungen. „So manche Software, zum Beispiel ein Programm zur Erstellung des Stundenplans, wird nur ein- bis zweimal pro Jahr benötigt, die Lizenz dafür muss aber ganzjährig bezahlt werden. Beim Cloud-Computing wäre es dagegen möglich, dass Programm bei Bedarf abzurufen und auch nur dafür zu bezahlen”, blickt Peter Niehues in die Zukunft. Hinzu käme, dass bei Problemen im IT-Bereich der Anbieter und nicht die Schule für die Behebung verantwortlich wäre.

Neben den Berufskollegs Eschweiler und Alsdorf sind nur noch zwei Schulen in Baden-Württemberg Teil des Pilotprojekts, dass im Oktober 2011 begann und auf drei Jahre angelegt ist.
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