Es wird anspruchsvoll: Kammerchor stellt sich Werk von Monteverdi

Von: Christoph Hahn
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Stimmgewaltig schon in der Probenphase: Mitglieder des Eschweiler Chors Cantabile bereiten derzeit für Oktober eine Monteverdi-Aufführung vor. Mitstreiter sind willkommen. Foto: Christoph Hahn

Eschweiler. Sie stellen sich der Herausforderung: Mitglieder des Eschweiler Kammerchors Cantabile bereiten derzeit eine Aufführung eines wichtigen Werks von Claudio Monteverdi (1567-1643) vor. Und nicht nur Kenner der Alten Musik wissen: Wenn dieser Name fällt, wird es anspruchsvoll – richtig anspruchsvoll.

Doch von der Aufführung am 14. Oktober, 18 Uhr, in der Kirche St. Peter und Paul am Markt haben nicht nur die Zuhörer etwas. Indestädter, denen das Aufführen von Chorwerken mit einem gewissen Schwierigkeitsgrad Spaß bereitet und die an einem Projekt wie dem von Cantabile Freude haben, können noch aktiv mitwirken, wenn sie sich zur nächsten Probe einfinden.

Ausgerichtet wird das Konzert, um den großen Meister zu dessen 450. Geburtstag zu ehren. Seinen Reiz erhält das Kulturereignis im Oktober aber mit der besonderen Art der Präsentation: Zusätzlich zur konzertanten Darbietung der Musik, des Klagegesangs „Lamento d‘Arianna“, wird Chormitglied Peter Adrian Teile des Notentextes erläutern, denn, so der Kommentator in spe, „bestimmte Harmonien haben bestimmte Bedeutungen“ – eine Tonsprache, zu der die Veranstalter in St. Peter und Paul ihren Gästen einen Zugang eröffnen wollen.

Vor allem aber: „Wir wollen die Leute nicht mit dieser altertümlichen Musik alleine lassen.“ Denn Monteverdis Meisterwerke sind zwar heute noch immer verständlich, aber halt auch erklärungsbedürftig.

Psychologische Qualitäten

Auch „Cantabile“-Dirigent Gregor Josephs kann nicht umhin, dem Werk und seinem Komponisten den höchsten Respekt zu zollen – weil es ihn nicht nur mit musikalischen, sondern auch mit psychologischen Qualitäten fesselt: „Es geht eigentlich um eine einzelne Person, die ihr Seelenleben offenlegt.“

Von der Interpretation des Notentext her charakterisiert der künstlerische Leiter das „Lamento“ als „schon schwer“. Mitstreiter Peter Adrian meint ebenso lapidar wie anerkennend: „Das singt man nicht vom Blatt.“ Abgerundet wird das Programm im Übrigen von zwei Werken Richard Wagners, die Gregor Josephs für den Chor umgeschrieben hat.

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