Eschweiler - Es glitzert, leuchtet und ist knallpink

Es glitzert, leuchtet und ist knallpink

Von: lbe
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Da hilft die Gleichstellungsbe
Da hilft die Gleichstellungsbeauftragte gleich mit: Sigrid Harzheim hilft den Mädchen im „Check In” dabei, trendige Handtaschen zu gestalten. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Ein Mädchen zu sein, ist manchmal gar nicht so leicht. Das wusste schon die Gruppe Lucilectric als sie 1994 ihren Song „Mädchen” veröffentlichte. „Weil ich ein Mädchen bin” hieß es darin und das gilt auch heute noch.

Bunt bemalte Fingernägel, Lidschatten, Wimperntusche und Filzhandytaschen sind nunmal nicht unbedingt was für Jungs, das ist einfach Mädchensache.

Einfach sich selbst gefallen

Und ab und zu brauchen junge Mädels genau so einen Tag, an dem sich alles um sie dreht, an dem sie Glitzer und Glitter verarbeiten, die Haare zu exquisiten Frisuren kreieren und die Fingernägel rot oder knallpink lackieren.

Ganz egal, ob andere das nun gut oder schlecht finden. An einem solchen Tag sind Jungs in der Regel an der falschen Stelle. An einem solchen Tag müssen sie nur sich selbst gefallen und das tut manchmal einfach gut.

Beim ersten Mädchentag in Eschweiler drehte sich alles um die Hauptakteure - junge Mädchen. Sie recycelten alte Jeanshosen zu trendigen Handtaschen, mixten alkoholfreie Cocktails, entspannten mit Massagen und viel Ruhe und tanzten Zumba.

„Die Mädchen sollen einen ganzen Tag für sich haben, an dem sie sich nach Herzenslust in kreativen Tätigkeiten ausleben und erproben können”, erklärte Sigrid Harzheim, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eschweiler.

Gemeinsam mit Nicole Hillemacher von der Mobilen Jugendarbeit des Jugendamtes der Stadt Eschweiler, Gabi Fischer, Fachstelle für Suchtvorbeugung in der Städteregion Aachen, Frauke Reller, evangelischer Kinder- und Jugendtreff Weisweiler/ Dürwiß, und Zumba-Lehrerin Tanja Unger zauberte sie viele kreative Stationen im „Check In”, dem ehemaligen Kinder- und Jugendtreff Oase.

Es gab eine Schmink- und Nageldesign-Station, eine Cocktailbar, einen Ruheraum, einen Zumba-Raum und zwei Stationen für kreative Köpfe. Filzhandytaschen und Jeans-Handtaschen waren ganz besonders gefragt. Auf den Tischen stapelten sich Blümchen, Glitzersteine, Bänder und Schleifen, kunterbunt strahlten die Steinchen gleich in die Augen der Mädels. Sie liebten diesen Tag.

„Die Pubertät beginnt etwa im 10. Lebensjahr und das ist eine Zeit der Wandlung und Neuorientierung. Mädchen sind in dieser Lebenslage innerlich oft verunsichert”, erklärte Sigrid Harzheim. Daher sei es für die jungen Mädchen oft auch angenehm, dem anderen Geschlecht einmal nicht gefallen zu wollen und ganz sie selbst zu sein. Und wenn dazu knallpinke Fingernägel gehören, dann stört es an diesem Tag zum Glück niemanden.
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