Eschweiler - Es gibt Konzerte, die könnten einfach ewig dauern

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Es gibt Konzerte, die könnten einfach ewig dauern

Von: mic
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Aus dem Duo ist ein Trio geworden: Horst Vieregge (links) und Gerd Knörchen haben die Sängerin Andrea Hagel mit ins „Old Wood”-Boot geholt. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. „Take the load off Fanny, take the load for free” - Mit dem Refrain aus Robbie Robertsons „The Weight” wurde jetzt ein neues kleines Kapitel Eschweiler Musikgeschichte aufgeschlagen. Aus dem Duo „Old Wood” ist ein Trio geworden.

Horst Vieregge (Gitarre, Gesang) und Gerd Knörchen (Gitarre, Gesang, Harp), sind seit Jahr und Tag in der Formation „More Wooden Music” zuhause. Vor gut einem Jahr hatten sie im „Culture Café” als Duo „Old Wood” ein überzeugendes Debut gegeben. Jetzt folgte an gleicher Stelle eine erneute Premiere: Mit im „Old Wood”-Boot ist nun die Sängerin Andrea Hagel, die nun ihren vielumjubelten Einstand gab.

Jenes erste „Old Wood”-Konzert im September 2009 war für Andrea Hagel der Impulsgeber gewesen. Gerd Knörchen kannte sie schon lange als Kollegen von der Gesamtschule, wo beide in der Schüler-Lehrer-Band aktiv waren. Und da sie gerne (und gut) singt, fiel ihr der Entschluss, bei „Old Wood” mitzumachen, nicht schwer. Zu den ersten gemeinsamen Proben traf sich das Trio im Februar, jetzt folgte der erste offizielle Auftritt.

„Ich glaube, das ist eine besonders berühmte Band hier heute Abend”, scherzte Gastwirtin Gretel Germann vor dem Konzert: Wer nicht rechtzeitig gekommen war, hatte Schwierigkeiten, noch einen freien Platz zu finden. Der Besuch sollte sich allemal lohnen.

Ihr Debut gab Andrea Hagel gleich beim zweiten Stück. Schon als sie beim Refrain von „The Weight” die ersten Töne gesungen hatte, war allen Zuhörern klar: Das wird ein schönes Konzert! Der dreistimmige Gesang ist eine echte Bereicherung und untermauert jene Philosophie der Band, die Horst Vieregge so formuliert: „Wir versuchen immer, den Stücken unsere eigene Note zu geben.”

Was folgte, war ein sehr angenehmer Spaziergang in drei Etappen durch die Rock-, Folk- und Popgeschichte. Dabei bedienten sich die drei Musiker mit „I shall be released” und „Girl from the North Country” ebenso gekonnt beim Godfather der Songwriter, Bob Dylan, wie bei anderen Klassikern.

Ob Graham Nashs „Teach your Children”, Donovans „Catch the Wind”, ob die Clapton-Hits „Lay down Sally” und „Wonderful tonight”, Lowell Georges „Willin” und Danny Whittens „I dont wanna talk about it”, das in der Rod-Stewart-Version auch einem breiten Publikum bekannt wurde: Das Trio wusste zu überzeugen. Und wenn Andrea Hagel einen Solopart hatte, etwa als sie „Killing me softly” wunderschön interpretierte, wurde deutlich, dass der Neuzugang für „Old Wood” eine echte Bereicherung ist.

Nach jedem Stück erhielt das Trio seinen verdienten Applaus und am Ende des sehr gelungenen Konzertes eine unmissverständliche Aufforderung durch das begeisterte Publikum: „Ohne Zugabe kommt Ihr nicht davon!” Es gibt Konzerte, die könnten einfach ewig dauern.
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