Erzieher und Sozialarbeiter gehen heute auf die Straße

Von: Sonja Essers
Letzte Aktualisierung:
10140807.jpg
Solidarität und Aufklärung: Für die Mitarbeiter aus dem Sozial- Dienstag und Mittwoch im Vordergrund. Am heutigen Mittwoch sollen die Bürger aufgeklärt werden. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Der Streik im Sozial- und Erziehungsdienst geht weiter und erreicht damit die dritte Woche. Erst am vergangenen Dienstag veranstalteten die Mitarbeiter des Sozial- und Erziehungsdienstes sowie zahlreiche Kinder und Eltern eine Demonstration, die vom Talbahnhof zum Rathaus führte (wir berichteten). Dienstagvormittag wurden im Rathaus weitere Aktionen geplant.

Rund 70 Mitarbeiter aus der Indestadt trafen sich Dienstagvormittag im Ratssaal, bildeten Arbeitsgruppen und bereiteten sich so auf die sogenannten Solidaritätstage vor, die die Gewerkschaft Verdi für Dienstag und Mittwoch ausgerufen hatte. Das Ziel: Bürger sollen sich mit den Streikenden solidarisch erklären. Doch auch die Sensibilisierung und Aufklärung steht im Vordergrund.

Schließlich betrifft der Streik nicht nur Erzieher, wie dies in der Öffentlichkeit fälschlicherweise oft dargestellt werde, sondern darüber hinaus alle Mitarbeiter, die im Sozial- und Erziehungsdienst tätig sind. Dazu zählen unter anderem auch Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Kinderpfleger und Heilerziehungspfleger. Sie alle kamen Dienstagvormittag im Rathaus zusammen und planten dort Aktionen für den heutigen Mittwoch. Auch aus den umliegenden Kommunen Stolberg, Würselen, Herzogenrath und Alsdorf waren Vertreter in die Indestadt gekommen.

Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Berufsgruppen funktioniere sehr gut, waren sich die Streikenden einig. Sie wollen mit dem Streik vor allem erreichen, dass ihre Berufsgruppen in der Gesellschaft besser angesehen und gestärkt werden. Das funktioniere jedoch nur, wenn man auch darüber informiere, welche Aufgaben in den verschiedenen Berufen erfüllt werden müssen.

Dies soll am heutigen Mittwoch erfolgen. Dann wollen die Mitarbeiter aus dem Sozial- und Erziehungsdienst nämlich sowohl im Rathaus, als auch in der Fußgängerzone und auf dem Marktplatz Präsenz zeigen und dort Flyer an die Bürger verteilen, auf denen die einzelnen Berufe und ihre Aufgaben ausführlich beschrieben sind. Auch vor den Grundschulen in Stadtmitte und Eschweiler-Ost sowie am Kaiserplatz in Stolberg soll das Informationsmaterial, zu dem neben Flyern auch Buttons gehören, verteilt werden.

Auf dem Weg nach Frankfurt

Und damit nicht genug. Bereits am morgigen Donnerstag geht es weiter. Dann machen sich die Streikenden auf den Weg zur Arbeitgeberkonferenz nach Frankfurt. Dort wollen sie in einer Demonstration auf ihre Lage aufmerksam machen.

Ob der Streik auch in der kommenden Woche weitergehen wird, ist von den Verhandlungen abhängig, die am Donnerstag stattfinden. Für die Erzieher und Sozialarbeiter der Indestadt stand jedoch bereits Dienstag fest: „Wir lassen keinen Keil zwischen uns treiben. Schließlich sitzen wir allen im selben Boot.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert