Erzieher gesucht: Flexibel, belastbar, einfühlsam!

Von: Andreas Röchter
Letzte Aktualisierung:
Nutzen auf allen Seiten: Die P
Nutzen auf allen Seiten: Die Praktikanten profitieren vom Angebot des Kinderschutzbundes um dessen Vorsitzende Mariethres Kaleß (hinten), den Kindern gefällt es offensichtlich. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Erzieher zu sein, ist viel mehr Berufung als „nur” Beruf. Den Weg in diese Richtung einzuschlagen, will gut überlegt sein, denn das Anforderungsprofil umfasst neben Einfühlungsvermögen auch Flexibilität, Belastbarkeit, Durchhaltevermögen und vor allem die Fähigkeit, Beziehungen zu Kindern aufbauen zu können. Kein Wunder also, dass Erzieher händeringend gesucht werden.

Die Möglichkeit, in die Aufgabenbereiche des Erziehers mehr als hineinzuschnuppern, bietet der Kinderschutzbund Eschweiler mit einjährigen Praktika. Die Bandbreite der Praktikanten ist dabei groß. So leisten Vanessa Kronen, Jennifer Kraweczinsky und Carina Bauer jeweils ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Kinderschutzbund ab. Rahel Atta besucht die Fachoberschule für Soziales und Gesundheit am Berufskolleg Stolberg und möchte dort im kommenden Jahr ihr Fachabitur bauen. Bereits auf der Zielgerade zu staatlich anerkannten Erziehern befinden sich Marion Winkel und Stefan Lohmüller, die ihr drittes und letztes Ausbildungsjahr absolvieren.

„Wir arbeiten gerne mit jungen Menschen aus den unterschiedlichsten Richtungen zusammen, denn junge Menschen zwingen einen dazu, die eigene Arbeit zu hinterfragen und bringen so Schwung in festgefahrene Strukturen”, betont Mariethres Kaleß, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Eschweiler. Doch natürlich profitieren vor allem die Praktikanten und die Kinder vom Angebot. „Mir war vor allem wichtig, hier mit Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren arbeiten zu können”, ist Stefan Lohmüller zufrieden. Als Mann stellt der Erzieher im Anerkennungsjahr eine (rühmliche) Ausnahme dar. „Vor allem die Jungen sind froh, auch einmal auf einen männlichen Ansprechpartner zu treffen”, hat Kollegin Marion Winkel festgestellt.

Als Fachoberschülerin Rahel Atta ihr Praktikum beim Kinderschutzbund begann, war ihr Berufswunsch eindeutig: Kinderkrankenschwester. Dies ist nach wie vor so, doch das Spektrum der Möglichkeiten hat sich erweitert. „Wenn es mit meinem Wunschberuf nicht klappen sollte, kann ich mir auch sehr gut vorstellen, im Bereich Erziehung tätig zu sein”, so die Praktikantin, die in den zurückliegenden Monaten an der projektbezogenen Feriengestaltung beteiligt war.

Nach ihrem Schulabschluss nicht einfach ein Jahr herumsitzen und auf einen Ausbildungsplatz warten wollte Vanessa Kronen. Die Lösung: das Freiwillige Soziale Jahr. Nachdem sie als Schülerpraktikantin bereits die Don-Bosco-Grundschule kennen gelernt hatte, ist sie nun noch bis September an der Eduard-Mörike-Schule in Aktion. „Ich habe während des Praktikums meine Grenzen ausgelotet und gelernt, Verantwortung zu übernehmen und Eigeninitiative zu ergreifen. Die Arbeit mit den Kindern hat mich gestärkt”, lautet ihr Fazit.

Jennifer Kraweczinskis Ziel lautete bereits vor dem FSJ, Erzieherin zu werden, doch nach dem Fachabitur und vor dem Start in eine Ausbildung wollte sie sich vergewissern, ob dieser Schritt auch der richtige ist. „Ist er!”, lautet inzwischen die eindeutige Antwort der jungen Frau, die nach ihrem Praktikum eine Ausbildung zur Erzieherin in Stolberg beginnen wird. Dritte im Bunde der FSJ´lerinnnen ist Carina Bauer, die das Gymnasium nach der 12. Jahrgangsstufe verließ, nun das Fachabitur mit anschließendem Studium anstrebt und dafür noch ein Anerkennungsjahr benötigt. „Auch ich habe in diesem Jahr gelernt, Verantwortung zu übernehmen”, blickt sie zurück.

„Generell ist festzustellen, dass die jungen Menschen während ihres Praktikums an Persönlichkeit und Souveränität gewinnen”, ist Anne Weisser, pädagogische Leiterin des Kinderschutzbundes, überzeugt. Einstimmig hoffen Mariethres Kaleß, Anne Weisser sowie die Praktikanten nun, dass die gesellschaftliche Anerkennung des Berufs „Erzieher” steigt. Und dass sich auch in Zukunft Menschen für ein Praktikum beim Kinderschutzbund bewerben.

Weitere Informationen sind bei Anne Weisser unter Tel. 32285 erhältlich.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert