Erstes Rad im neuen Windpark dreht sich

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Die ersten vier Räder stehen schon: Die Arbeiten am Indeland-Windpark liegen laut Innogy SE im Soll. 13 Anlagen entstehen an der Grenze zu Aldenhoven. Foto: Klaus Görgen

Eschweiler. Drei stehen noch still, aber ein Rotor dreht sich bereits: Seit wenigen Tagen speist die erste Windenergieanlage im Indeland-Windpark Strom ins Netz. Sie befindet sich zwar seit einigen Tagen zunächst nur im Testbetrieb, bis alle Funktionalitäten geprüft und bestätigt sind. Nach und nach werden auch die anderen bereits installierten Anlagen des ersten Bauabschnitts in Betrieb genommen.

Währenddessen laufen die Bauarbeiten im zweiten Bauabschnitt nördlich von Fronhoven für neun weitere Anlagen auf Hochtouren. Laut Projektleiter Boris Ossadnik liege man voll im Plan: „Nach aktueller Planung können alle vier Anlagen nordwestlich des Blau­steinsees im zweiten Quartal Strom liefern.“ In Fronhoven habe man an zwei Standorten bereits mit den Fundamentbauarbeiten begonnen.

An jedem Standort werden zur Standsicherheit der Anlagen Schottersäulen und aufwendige Lastverteilungspolster hergestellt. „Ende Mai planen wir, die ersten Betonturmsegmente auf das Fundament zu setzen, gefolgt von den drei Stahlturmelementen“, sagt Ossadnik. Anfang August beginne man die Installation der Maschinenhäuser und Rotorsterne.

Die Arbeiter werden so vorgehen wie bei den vier Rädern nordwestlich des Blausteinsess: Auf die so genannten Hybridtürme in einer Höhe von 123 und 143 Metern werden das 100 Tonnen schwere Maschinenhaus inklusive Getriebe und Generator gesetzt, gefolgt von der Montage des Rotorsterns mit den jeweils rund 55 Meter langen Blättern. Die Windenergieanlagen verfügen somit über eine Gesamthöhe von bis zu 200 Metern und liefern eine Leistung von jeweils maximal 3,2 Megawatt (MW). „Im Herbst sollen sich dann alle 13 Anlagen drehen“, ergänzt Ossadnik.

Der Projektleiter arbeitet für die Innogy SE, die mit der EWV und der Rurenergie gemeinsam die 13 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 41,6 MW errichtet. Die Anlagen entstehen in zwei Bauabschnitten auf rekultivierter Fläche des Tagebaus Inden: Vier Windenergieanlagen (12,8 MW) werden nordwestlich des Blausteinsees angrenzend an die Gemeinde Aldenhoven und die Stadt Alsdorf errichtet. Neun weitere Anlagen (28,8 MW) entstehen nördlich von Fronhoven.

An der Windpark-Projektgesellschaft hält Innogy 51 Prozent der Anteile, die kommunalen Partner EWV (29 Prozent) und Rurenergie (20) teilen sich die restlichen 49 Prozent. Das Investitionsvolumen beträgt rund 62 Millionen Euro. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Windparkentwickler BMR aus Hückelhoven entwickelt und von der Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH und der RWE Power unterstützt. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für das zweite Quartal 2017 geplant, der zweite Abschnitt soll im Herbst 2017 in Betrieb gehen.

Die mehr als 40.000 Mitarbeiter der Innogy SE setzen rund 44 Milliarden Euro (2016) um. Das Unternehmen hat die drei Geschäftsfelder Netz und Infrastruktur, Vertrieb und erneuerbare Energien vom Mutterkonzern RWE übernommen. Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist Innogy mit einer Kapazität von insgesamt 3,7 Gigawatt weltweit aktiv. Innogy ist am 1. April 2016 operativ an den Start gegangen.

Mit dem Börsengang im Oktober 2016 wurde die Innogy SE das wertvollste Energieunternehmen Deutschlands. Für den Indeland-Windpark sind die EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH sowie die Rur­energie GmbH mit im Boot. Letztere setzte als erstes Projekt den Solarpark auf der ehemaligen Mülldeponie Inden um. Inzwischen betreibt die Rurenergie 22 Photovoltaikanlagen und ist an drei Windparks beteiligt.

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