Erster Eschweiler Darmtag im St.-Antonius-Hospital

Von: se
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Eschweiler. Es ist ein Thema, das in der Gesellschaft meist als Tabu behandelt wird: Darmkrebs. 70.000 Menschen erkranken jährlich daran, 30.000 Patienten sterben sogar daran. Die Zahl der Verstorbenen ist fünf Mal höher als die Zahl der Menschen, die bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen.

Aus diesem Grund veranstaltete das St.-Antonius-Hospital am Samstag den ersten Darmtag im Rathaus. Informieren und Aufklären stand dabei im Fokus. Das wussten nicht nur die Besucher, sondern auch Helen Weidenhaupt, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Eschweiler, zu schätzen. Das Thema Darmkrebs sei noch immer ein bisschen verschämt, meinte sie. „Offen informieren, darüber sprechen und Rat holen: Dazu hat man hier heute die Möglichkeit“, sagte Weidenhaupt.

Begonnen hatte der Tag mit dem Theaterstück „Alarm im Darm“, einer Komödie des Vorsorgetheaters der Stiftung „Lebensblicke“. In dieser wurde der Weg von Herrn Döll dargestellt, der das erste Mal an einer Vorsorgeuntersuchung teilnimmt. Schließlich sollte diese für Menschen ab dem 55. Lebensjahr ein Muss sein, erklärte Dr. Mario Dellanna, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Adipositaszentrum des St.-Antonius-Hospitals.

Während das Theaterstück mit Vorurteilen zum Thema Vorsorgeuntersuchung aufräumte, sollten verschiedene Vorträge das Bewusstsein der Besucher schärfen. Sonja Denner, Oecotrophologin am Hospital, informierte darüber, welche Rolle eine gesunde Ernährung spielt, Sportlehrerin und -therapeutin Ulla Herbke ging auf die Frage ein, welche Rolle Sport bei der Diagnose Krebs spielt.

Über Vorsorge und Früherkennung referierte Dr. Martin Schlicht, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin, Dr. Mario Dellana ging in seinem Vortrag auf moderne Operationsverfahren bei Darmkrebs ein. Nach dem Vortrag von Privatdozent Dr. Peter Staib, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie am Euregio-Krebszentrum Eschweiler, der auf die Therapie bei Darmkrebs einging, ging es in die offene Diskussionsrunde, an der sowohl die Referenten als auch die Schauspieler teilnahmen.

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