Erste „Hochzeit“ im Indeland-Windpark ist vollzogen

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In 45 Minuten war die Arbeit am Freitag nördlich von Fronhoven erledigt: Der Rotorstern wurde in dieser Zeit angehoben und ans Maschinenhaus in 143 Metern Höhe montiert. Foto: Viola Baumann/Innogy

Eschweiler. Ganze 45 Minuten dauerte es, da war die Hochzeit am Freitagnachmittag vollzogen. Diese Zeit war nötig, um den Ro­torstern, der vom Gittermastkran auf 143 Meter Höhe gehoben wurde, mit dem Maschinenhaus der Windkraftanlage nördlich von Fronhoven zu verbinden. Das zwölfköpfige Installationsteam spricht in diesem Fall davon, dass die beiden Komponenten „verheiratet“ werden.

Diese „Zeremonie“ ist gar nicht so einfach, schließlich wiegt die „Braut“, der Rotorstern, satte 75 Tonnen.

Die Bauarbeiten im Eschweiler Norden für den Indeland-Windpark laufen auf Hochtouren. Nachdem die vier Anlagen des ersten Bauabschnitts am Blausteinsee bereits Strom liefern, wurde am Freitag die erste Windenergieanlage im zweiten Bauabschnitt nördlich Fronhoven erfolgreich installiert. Ein Gittermastkran hatte zunächst die Stahlturmelemente auf dem bereits fertig gebauten Betonturm angebracht. Auf diesen so genannten Hybridturm wurde dann in einer Höhe von 143 Metern das 100 Tonnen schwere Maschinenhaus inklusive Getriebe und Generator gesetzt. In einem letzten Schritt wurde der Rotorstern mit den jeweils 55 Meter langen Blättern montiert.

Die Windenergieanlage verfügt über eine Gesamthöhe von 200 Metern und eine Leistung von 3,2 Megawatt (MW). Innogy-Projektleiter Boris Ossadnik meinte nach erfolgreicher Installation: „Wir liegen voll im Plan. Nachdem die erste Windkraftanlage erfolgreich installiert wurde, wollen wir jede Woche eine weitere Anlage fertig­stellen.“ Entscheidend werden die Wetterverhältnisse sein, denn der Rotorstern kann nur bei absoluter Windstille angebracht werden. Ossadnik ist sich jedoch sicher, dass alles wie geplant läuft: „Parallel erfolgt die Netzanbindung und nach und nach die Inbetriebnahme der Anlagen, sodass nach aktueller Planung alle 13 Anlagen im dritten Quartal Strom liefern können.“

Die Innogy SE, die Eenergie- und Wasserversorgungs-GmbH und Rurenergie errichten gemeinsam 13 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 41,6 Megawatt an der Grenze zu Aldenhoven. Die Anlagen des deutschen Herstellers Senvion entstehen in zwei Bauabschnitten auf rekultivierter Fläche des Tagebaus Inden: Vier Windenergieanlagen (12,8 MW) wurden nordwestlich des Blaustein-Sees angrenzend an die Gemeinde Aldenhoven und die Stadt Alsdorf errichtet. Sie wurden bereits vor wenigen Wochen in Betrieb genommen. Neun weitere Anlagen (28,8 MW) entstehen nördlich von Fronhoven.

An der Windpark-Projektgesellschaft hält Innogy 51 Prozent der Anteile, die kommunalen Partner EWV 29 und Rurenergie 20 Prozent. Das Investitionsvolumen beträgt rund 62 Millionen Euro. Das Projekt wurde mit BMR aus Hückelhoven entwickelt und von der Entwicklungsgesellschaft Indeland und RWE Power unterstützt.

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