Erst Mitte Juni wird das neue Becken geflutet

Von: Patrick Nowicki
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Letzte Arbeiten: Noch bestimme
Letzte Arbeiten: Noch bestimmen Bagger und Bauarbeiter das Bild im Freibad, aber am 1. Juli soll die Saison eröffnet werden. Links die Vertreter der Stadt bei ihrem Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Die Temperaturen klettern, aber im Freibad herrscht immer noch gähnende Leere. Dort, wo sich sonst hunderte Badegäste in die Fluten stürzen, arbeitet derzeit eine Handvoll Männer an einer Leitung in der Erde und an Heizkörpern in der Wärmehalle.

Das Schwimmerbecken wartet als leere, weiße Betonhülle darauf, mit Folie beklebt zu werden. Auch die Liegefläche, wo sich einst die Tribüne befand, wartet darauf, befestigt zu werden. Dennoch ist der Technische Beigeordnete Hermann Gödde überzeugt: „Am 1. Juli geht der Badebetrieb offiziell los.”

Dass die Arbeiten länger dauern als geplant, daraus macht die Stadtverwaltung keinen Hehl. Sie nennt sogar selbst die Gründe: „Zum einen hat uns der strenge Winter mit viel Schnee schon im Dezember zurückgeworfen, zum anderen sind uns Mitarbeiter im eigenen Haus ausgefallen”, erläutert Hochbauamtsleiter Helmut Gühsgen. So habe man erst im März beginnen können, die Wassertechnik zu erneuern, die natürlich dem neusten Stand entspricht. Weitere Arbeiten konnten sich erst anschließen, nachdem die nötigen Rohre verlegt waren.

Jetzt ist der Zeitplan straff vorgegeben. In der nächsten Woche soll die Folie geklebt werden. Parallel dazu werden die Pflastersteine gelegt und die Liegeflächen eingesät. Der Kanal zur Wärmehalle bleibt bestehen, allerdings wurde der alte Aufsichtsraum dort abgerissen. Das Badepersonal hat auf dem neuen Beobachtungsturm am ehemaligen Springerbecken einen besseren Überblick auf das Areal. Auch der Wärmeraum selbst wird natürlich komplett saniert. Die Brücke über den Kanal wird in den nächsten Tagen installiert. Läuft alles glatt, dann läuft am 20. Juni das erste Wasser in das Schwimmerbecken.

1,3 Millionen Euro lässt sich die Stadt den zweiten Bauabschnitt der Freibadsanierung kosten. Im ersten Schritt musste das Springerbecken dem Aufsichtsturm weichen, wurde das Nichtschwimmerbecken, in das die Rutsche mündet, erneuert und ein neuer Plantschbereich geschaffen. Die Eröffnung fand Anfang August 2008 statt. Beim Schwimmerbecken vertraut die Verwaltung auf die gleiche Technik wie bei der Sanierung vor drei Jahren: Der Rand besteht aus Edelstahl, das Wasser fließt darüber in einen Ablauf, was wesentlich hygienischer ist, als die bisher bekannten Überlaufrinnen im Becken.

„Nach 40 Jahren musste hier dringend etwas geschehen”, meint Hermann Gödde. Die Frostschäden waren gravierend, der Wasserverlust in den Becken groß. Der Entschluss zu handeln fiel schon vor fünf Jahren, allerdings war der Weg lange offen. Die Länge des Schwimmerbeckens wurde diskutiert, es weist nämlich mit 33,3 Metern keine Wettkampflänge auf.

In Absprache mit den Schwimmvereinen wurde daran nichts geändert. „Wir haben natürlich ein Interesse daran, die Wasserfläche möglichst groß zu halten”, so Gödde. Bei Bedarf könne aber bei 25 Metern eine Trennwand für Wettkämpfe eingelassen werden. Sie wurde derzeit noch nicht angeschafft, eine Finanzierung ist offen.

Das gesamte Freibad soll attraktiver werden, was die Verantwortlichen auch an Feinheiten feilen lässt. Ein Sonnensegel zum Beispiel, das über das Kleinkindbecken gespannt werden soll. Und auch mit dem neuen Imbisspächter wurden Verbesserungen besprochen: „Bei der Ausgabe entstanden schnell lange Warteschlangen - das sollte man in Zukunft anders lösen”, meint Rechtsamtsleiter Dieter Kamp. Auch da sei man in guten Gesprächen. Auch darüber, die Gastronomie zu erweitern. Die Ideen können allerdings nur umgesetzt werden, wenn sie nicht zu viel kosten. So bleiben die schon nostalgischen Klettergerüste zunächst noch bestehen. Immerhin sind sie frisch gestrichen.

Feinarbeiten sind auch noch vor der Eröffnung zu verrichten: Das Nichtschwimmerbecken gleicht einem Tümpel, schließlich befindet sich darin noch das Wasser des Vorjahres. Um Frostschäden zu verringern, hat es sich bewährt, das Wasser im Becken zu lassen. Bei Minusgraden wird es nur in Bewegung gehalten, damit es nicht gefriert. Das Wasser wird im Juni abgelassen und das Becken anschließend ausgiebig gereinigt. „Das regeln wir mit unserem eigenen Personal”, sagt Gödde.

Am 1. Juli beginnt endlich die Saison im Freibad. Die Stadt rechnet damit, dass wieder viele Menschen bei gutem Wetter auf die Anlage strömen. „An heißen Wochenendtagen zählten wir schon über 2000 Besucher”, teilt Marc Beys vom Sportamt mit.
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