Erst der Parkplatz, dann folgt das Restaurant am Ufer

Von: pan
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Die Taucher können sich freue
Die Taucher können sich freuen: Sie können bald näher am See parken. Foto: Jana Röhseler

Eschweiler-Dürwiß. Im nächsten Jahr werden wieder Arbeiter am Zentrum des Blausteinsees gesichtet. Sie werden unmittelbar am Einstieg für die Taucher und Segler einen Parkplatz errichten. 100 Stellplätze sollen Wassersportlern dort zur Verfügung stehen. Gegen eine Parkgebühr.

Was den Geschäftsführer der Blausteinsee GmbH, Hermann Gödde besonders freut: Die Stadt bleibt sich aus der Tasche. Der 200.000 Euro teure Bau wird größtenteils über Mittel der Indeland GmbH gestemmt. Den Eigenanteil der Kommune bringt die Verwaltung durch Arbeitsleistungen auf: „Wir werden die Planung, Ingenieurleistungen und Baubetreuung in unserem Haus übernehmen.”

Deutlich teurer dürfte die Gastronomie am Seezentrum werden. Hermann Gödde hält sich zurück, verspricht jedoch „eine Lösung in diesem Jahr”. Zuletzt hatte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Leo Gehlen, einen neuen Weg ins Spiel gebracht. Nicht ein privater Investor, sondern die Blausteinsee GmbH soll den Gastronomiebau finanzieren, analog zum Angebot am Indemann. Gödde liegen inzwischen ausreichende Berechnungen und Expertisen vor, wie und in welchem Umfang Gastronomie am Blausteinsee möglich ist.

Dass sich die Stadt und die Blausteinsee GmbH vom Modell des Großinvestors verabschiedet hat, deutet eine Vorlage im Planunngs-, Bau- und Umweltausschuss am Donnerstag an: Der Bebauungsplan wird nämlich angepasst. Stimmen die Kommunalpolitiker dem zu, ist die Tür geöffnet, Hotel und Appartmenthäuser getrennt voneinander zu entwickeln.

Mehrere Geldgeber haben Interesse bekundet, Appartments bauen zu wollen. „Das ist vor allem für Wassersportler interessant, die gerne mehrere Tage am See verbringen möchten”, berichtet Hermann Gödde. Konkret fragten Taucher nach, für die es sich nicht lohnt, ihr schweres Gerät für eine kurze Stippvisite einzuladen. Ihnen kommt auch der neue Parkplatz zugute. „Wir sprechen nicht von einer Fünf-Sterne-Unterkunft, sondern von einer vernünftigen Übernachtungsmöglichkeit”, betont Gödde.

Unter Wassersportlern genießt der Blausteinsee einen guten Ruf. Diesen will sich die Seegesellschaft zunutze machen, schließlich ist sie dazu verdammt, ihre Einnahmen zu erhöhen. Vor allem die Pumpkosten und die Unterhaltung des Sees belasten die Kasse.

„Der neue Parkplatz eröffnet uns natürlich eine neue, wenn auch bescheidene Einnahme”, gesteht Gödde. Auch die Appartmenthäuser bedeuten einen Geldsegen für die klamme Gesellschaft. Diese Umstände sprechen dafür, dass man inzwischen den Bau einer Restauration in Eigenregie anstrebt. Denn nur aus einer Vermietung oder Verpachtung kann die GmbH kontinuierlich Einnahmen erzielen.

Am Blausteinsee stockt die Entwicklung seit Jahren. Die Stadt hat sich zunächst auf einen potenziellen Großinvestor festgelegt, die Zukunft des Sees lag lange exklusiv in den Händen des Eschweiler Planerteams Krause und Bohne. Kurz vor der Unterzeichnung einer Fondsgesellschaft im Januar dieses Jahres platzte der Traum. Seitdem arbeiten Hermann Gödde und seine Mitarbeiter an Alternativen. Eine Zielmarke hat er dabei selbst gesetzt: „In diesem Jahr muss mit Gastronomie begonnen werden.”

Viel Zeit bleibt ihm dann nicht mehr. Am Donnerstag werden die Weichen für einen neuen Bebauungsplan gestellt. Im Dezember findet letztmals in diesem Jahr eine Ratssitzung statt.
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