Erlöst der Funk die Lohner aus der Internet-Steinzeit?

Von: se
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Über Masten wie diesen könnt
Über Masten wie diesen könnte Lohn am schnellen Datennetz angeschlossen werden. Foto: imago

Eschweiler. Langsame Downloads und lange Ladezeiten gehören für die Einwohner von Neu-Lohn bislang zum Alltag dazu. Doch dies könnte sich schon bald ändern. Es winkt eine Lösung per Funk.

Genauer geschrieben per LTE, dem Nachfolger des Funkstandards UMTS. Der CDU-Ortsverband Lohn glaubt an diese Lösung und lud dazu einen Vertreter der Firma Vodafone ein. Dass dieses Thema vielen Lohnern auf den Nägeln brennt, wurde schnell deutlich. Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbands, Franz-Josef Auer, freute sich über den gut gefüllten Gastraum bei Rinkens und wies darauf hin: „Auch in Lohn wollen wir beim Internet auf ein normales Niveau kommen.”

Fouad Saysay erkklärte den Anwesenden das neue „Turbo-Internet” LTE (Long Term Evolution). Diese Technik, die erst gut ein Jahr alt ist, kann als Ersatz für das bisher verbreitete DSL genutzt werden. Eschweiler sei eine der ersten Städte deutschlandweit, in der diese Technik genutzt werde, betonte Saysay. Lange Ladezeiten und langsame Downloads könnten also demnächst der Vergangenheit angehören. LTE besitzt zwar dieselben Eigenschaften wie DSL, ist jedoch um ein Vielfaches schneller. Ein besonderer Vorteil von LTE sei dessen Nutzung: Diese ist auf zwei Kilometer um die Wohnadresse ausgeweitet. So könne man nicht nur Zuhause durch das Internet stöbern, sondern bald auch im Biergarten mit seinem Laptop im Internet surfen, erklärte Saysay.

Doch die Lohner haben noch mit einem weiteren Problem zu kämpfen: dem Lärm von der Landesstraße 228, die unmittelbar an dem Ort vorbeiführt. Dies machte auch Auer deutlich: „Dieses Thema ist für die Einwohner emotional von großer Bedeutung.” Als Ansprechpartner diente ihm der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz, der im Gasthof Rinkens mit den Bürgern über aktuelle landespolitische Themen sprechen wollte.

Wirtz kennt das Problem durch den wachsenden Verkehrslärm schon länger. „Der Bau der Umgehungsstraße ist zwar richtig gewesen, jedoch dürfe dieser nicht zu Lasten derer gehen, die daran wohnen”, betonte der Landespolitiker. Schließlich gebe es seit dem Bau dieser Straße mehr Verkehr und somit auch mehr Lärm, dem die Anwohner ausgesetzt seien, so Wirtz. Die Landesstraße 228 führt vom Kreisverkehr Am Hagelkreuz unmittelbar an Lohn vorbei Richtung Jülich und Aldenhoven. Durch den Bau der Landesstraße 11, die die Autobahn 4 und den Industrie- und Gewerbepark mit der L 228 verbindet, hat sich der Verkehr in den vergangenen Jahren deutlich erhöht.

Aus diesem Grund soll bereits im kommenden Jahr mit dem Abriss der alten Lärmschutzwand sowie dem Bau einer höheren und moderneren Lärmschutzwand begonnen werden. Wichtig sei vor allem, eine Lösung zu finden, die dem Dorf gerecht werde, betonte Wirtz.
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