Erinnerungen an die große Zeit der ESG

Von: ran
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Eine ganz starke Truppe: 50 Jahre nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft trafen sich einige Spieler der ESG-A-Jugend der Saison 1964/65 wieder. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Der Start verlief mit dem 1:1 bei den Sportfreunden Hörn noch nicht ganz optimal. Siege über Rhenania Rothe Erde (2:0) und den SC Kellersberg (2:1) nährten die Hoffnung, in der Abschlusstabelle weit vorne landen zu können. Ein 2:0-Erfolg über Alemannia Aachen unterstrich die Ambitionen.

Mit einem torlosen Remis wurde Verfolger Teutonia Weiden auf Distanz gehalten, bevor Concordia Merkstein mit 5:2 geschlagen nach Hause reisen musste. Und dann folgte der 20. Juni, an dem auf der gefürchteten „Rotsch“ der Stolberger SV mit einem souverän herausgespielten 4:1 bezwungen und der Triumph in trockene Tücher gebracht wurde. Die A-Jugendfußballer der Eschweiler SG waren Kreismeister der Saison 1964/65!

Viele Anekdoten

Auf den Tag genau ein halbes Jahrhundert nach diesem Husarenstück trafen sich nun einige der Akteure auf Initiative von Wolfgang Janowski im Haus Lersch, um auf großartige Zeiten voller sportlicher Erfolge und Kameradschaft zurückzublicken, fachzusimpeln, Anekdoten auszutauschen und einige schöne Stunden gemeinsam zu verbringen.

„Unsere Mannschaft war die beste A-Jugend, die jemals das Trikot der ESG getragen hat“, ist Wolfgang Janowski auch 50 Jahre nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft überzeugt. Die damaligen Mitspieler Hans Willi Bailly, Winfried Büttgen, Herbert Engelhardt, Michael Küpper, Robert Palm und Willi Mauermann widersprechen nicht.

Das Septett, das sich jetzt in der Eschweiler Innenstadt wiedersah, wurde in der Saison 1964/65 von Karl Fuchs, Gerd Prangenberg, Jochen Pschowski, Josef Brandt, Siggi Blauzun, Hans Willi Maletz, Werner Böttcher und Karl Diekmann ergänzt und von Heinz Hilgers trainiert.

„Wir waren im wahrsten Sinne des Wortes eine Mannschaft, die von unbändigem Teamgeist angetrieben wurde und in der jeder seinen Platz und seine Aufgabe kannte“, schwärmt Wolfgang Janowski, der von 1987 bis 1993 auch als Trainer der Ersten Mannschaft der ESG in der Landesliga aktiv war.

„Damals ging für die ESG eine junge Elf, die aus Spielern der Indestadt bestand, auf den Platz. Darauf bin ich stolz“, erklärt der Ex-Coach, der bekennt, dass Fußball sein Leben war. „Heute pflege ich allerdings auf Grund der Entwicklungen sowohl im Profi- als auch im Amateurbereich ein eher distanziertes Verhältnis“, gibt er unumwunden zu.

Doch als am Samstagabend die Saison 1964/65 noch einmal rekapituliert wurde, stieg die Laune bei allen Anwesenden von Minute zu Minute. „Angefangen hat alles mit der normalen Staffelrunde, die wir mit 25:3 Punkten und 57:13 Toren als Erster abschlossen und uns somit für die Kreismeisterschafts-Endrunde qualifizierten“, griff Wolfgang Janowski auf die Statistik zurück.

Er, Hans Willi Maletz und Karl Fuchs wurden nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft in der nachfolgenden Saison Stammspieler in der 1. Mannschaft der ESG, die damals in der Verbandsliga, der höchsten Amateurklasse und nach Bundes- und Regionalliga insgesamt dritthöchsten Klasse, spielte. Weitere Mitspieler blieben noch ein Jahr A-Jugendliche und holten in der Saison 1965/1966 die Meisterschaft in der neugeschaffenen Sondergruppe. Große ESG-Zeiten, die leider der Vergangenheit angehören!

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