Eschweiler - Erich-Kästner-Schule und Städtische Gesamtschule besiegeln Kooperation

Erich-Kästner-Schule und Städtische Gesamtschule besiegeln Kooperation

Von: Stefan Herrmann
Letzte Aktualisierung:
schulkoopoben
Gemeinsam tanzen macht gleich doppelt Spaß: Schüler der Erich-Kästner- und der Waldschule bei der Feierstunde.

Eschweiler. Wie reibungslos die Partnerschaft bereits seit Jahren funktioniert, bewiesen Manfred Niehoff, Leiter der Gesamtschule, und Gunther Neef, Leiter der Erich-Kästner-Schule, eher ungewollt bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung in der Mensa der Waldschule.

Als der weitsichtige Neef dem Publikum den Vereinbarungstext vorlesen wollte, seine Brille aber nicht fand, lieh der weitsichtige Niehoff dem Schulleiter-Kollegen kurzerhand seine Gläser.

Mit Brief und Siegel wurde somit eine Partnerschaft institutionalisiert, die schon seit fast zehn Jahren erfolgreich mit Leben gefüllt wird.

Im Jahr 2001 betraten erstmalig Schüler der Städtischen Gesamtschule die Räume der nur wenige hundert Meter entfernten Erich-Kästner-Schule, die heute offiziell Förderschule Sprache der Städteregion Aachen heißt. Was mit einigen, wenigen Praktika begann, ist heute eine vielfältige und lebendige Kooperation. „Das Wichtige: Wir profitieren alle davon”, sagte Niehoff.

Drei Bausteine bilden das Kooperationsgerüst: Beim Patenschaftsprojekt lernen Schüler des Pädagogik-Leistungskurses der 12. Jahrgangsstufe mit Schülern der Erich-Kästner-Schule in einer Eins-zu-Eins-Betreuung.

Das Resultat ist eine deutliche Verbesserung der Lese- und Schreibschwäche der jüngeren Schüler. Der zweite Kooperationspunkt ist ein Praktikum zur Berufsorientierung, das Jugendlichen der Gesamtschule an der Sprach-Förderschule angeboten wird. Als drittes Element gibt es eine spezielle Anfangsbetreuung, wenn Kinder der Erich-Kästner-Schule von der Primar- in die Sekundarstufe und somit möglicherweise zur Waldschule wechseln.

Bürgermeister Rudi Bertram musste ebenso wie Städteregionsrat Helmut Etschenberg kurzfristig absagen. Eschweilers Schulreferent Dieter Kamp lobte stellvertretend das „Pilotprojekt”, das wieder einmal beweise, „dass die Waldschule ein Stück weit vorausgeht und etwas umsetzt, was andere erst noch zu Papier bringen müssen.”

Gemeinsam mit Petra Seeger vom städtischen Amt für Schulen, Sport und Kultur, Gregor Jansen (Dezernatsleiter für Schule und Jugend der Städteregion), Ellen Wirtz (Leiterin Schulverwaltungsamt der Städteregion), deren Stellvertreter Willi Schröder, dem Vorsitzenden des Eschweiler Schulausschusses, Wilfried Maus (CDU), zahlreichen Lehrerkollegen und noch mehr Schülern beider Schulen wurde die Kooperationsvereinbarung in einem kleinen Festakt gewürdigt.

Warum ein Projekt, dass auch ohne schriftliche Vereinbarung seit zehn Jahren hervorragend läuft, nun noch einmal fixiert wurde, erklärte Neef: „Häufig sind derartige Projekte an Personen gebunden. Mit der Kooperationsvereinbarung wollen wir Nachhaltigkeit erreichen.”

Ein Extralob hatte der Leiter der Erich-Kästner-Schule, der in einem Jahr pensioniert wird, für die Schüler parat: „Wer miterlebt hat, mit welchem Fleiß, mit welcher Leidenschaft, mit welcher Empathie sich die Jugendlichen in dieses Projekt reingehängt haben, der wird nicht mehr schlecht von unserer Jugend reden. Diese jungen Leute werden ihren Weg gehen.”

Ein besonderer Dank ging abschließend an die Lehrer, insbesondere an Marlene Klinkenberg von der Waldschule, die die Kooperation seit Jahren begleiten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert