Eschweiler - Erdbeben, Explosionen und Anschläge: THW ist gerüstet

Erdbeben, Explosionen und Anschläge: THW ist gerüstet

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Für alle Lagen gut gerüstet: Der THW-Ortsverband Eschweiler hat sich mit einer mehrtägigen Ubungen auf mögliche Herausforderungen vorbereitet.

Eschweiler. Heftige Explosionen, Erdbeben oder Terroranschläge - der THW-Ortsverband Eschweiler ist gut gerüstet. Das zeigte sich jetzt bei einer mehrtägigen Übungs- und Ausbildungsveranstaltung auf einem ehemaligen Militärgelände in der Teverener Heide.

28 Helferinnen und Helfer starteten mit sechs Fahrzeugen und Anhängern Richtung Gangelt. Die gesamte Übung stand unter der Leitung des Ausbildungsbeauftragten Sascha Froese und des „alten Hasen” Erwin Emmerich, die die einzelnen Übungsszenarien für alle drei Tage ausgearbeitet hatten.

Da der Übungsteil im erstmalig genutzten Gelände „top geheim” war, wurden nicht nur die Helfer sondern auch THW Zugführer Gordon Sander und seine neuen Gruppenführer Rene Rüben und Markus Schmitt vor immer neue Schwierigkeiten gestellt. Freitags gegen 23 Uhr wurde das THW Eschweiler erstmalig in den Übungseinsatz gerufen.

Brücke eingestürzt

Nach einer heftigen Explosion war es zum Einsturz einer Brücke gekommen. Auf der den Helfern abgewandten Flussseite wurde noch eine unbekannte Anzahl Personen vermisst und im gesamten Stadtteil war es zum Ausfall der kompletten Beleuchtung gekommen. Die Einsatzkräfte des THW Eschweiler begannen mit dem Aufbau einer ausreichenden Beleuchtung und dem Bau einer Behelfsbrücke. Nach dem Erreichen des gegenüberliegenden Ufers wurde das Gelände erkundet und eine verletzte Person gerettet. Mit dem Rückbau der Beleuchtung, insgesamt hatte man 10.000 Watt installiert, endete der erste Teil der Wochenendübung gegen 1.30 Uhr.

Völlig überraschend gönnten die beiden Übungsleiter der Einheit eine ruhige Nacht und es ging nach dem ausgiebigen Frühstück gegen 9 Uhr weiter. Diesmal stand ein Erdbeben auf dem Programm. Der Technische Zug richtete einen Bereitstellungsraum ein und in kurzen Abständen wurde Einsatzstelle auf Einsatzstelle gemeldet. Das Szenario weitete sich immer weiter aus, zum Beispiel waren keine Sanitätsfahrzeuge verfügbar und Anhänger fielen mit Defekten aus. Daher mussten nun die einzelnen Aufgaben im weitläufigen Gelände gemäß ihrer Dringlichkeit eingeschätzt und entsprechend abgearbeitet werden. Neben der Verletztenbergung aus versperrten Gebäuden durch diverse Mauerdurchbrüche und über enge Zugänge stand das Bewegen von schweren Lasten auf dem Programm. Als Übungsobjekt musste ein alter Luftwaffenhubschrauber 40 Zentimeter angehoben werden. Gegen 13 Uhr waren auch diese Aufgaben zur Zufriedenheit der Übungsleiter erledigt und man genoss die gute Verpflegung von Köchin Elke Fuhrig und ihrem Team.

Am Nachmittags standen zwei Stunden Ausbildung auf dem Programm. Theorie und Praxis mit dem Brennschneidgerät vermittelte Zugführer Gordon Sander, während Georg Woepke den Umgang mit der Betonkettensäge unterrichtete.

Mit einem rund dreistündigen Übungseinsatz endete der Tag. Nach einem Terroranschlag war ein Verletzter aus einer Höhenlage mittels einer Seilbahn zu bergen. Heftige Rauchschwaden drangen aus einem Gebäude und rasch wurden die Atemschutzgeräteträger des Zuges zusammengerufen und mit der Erkundung des Gebäudes und der Rettung von sich möglicherweise dort befindenden Personen beauftragt.

Um 19.30 Uhr war der Übungseinsatz schließlich beendet und die Einsatzkräfte konnten bei einer Grillwurst den Tag ausklingen lassen.
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