Entlastungsstraße? Millionen für gegenteiligen Effekt

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Eschweiler. Den ablehnenden Bescheid aus Düsseldorf lässt die CDU West nicht gelten: Der Ortsverband hat sich jetzt erneut an das NRW-Verkehrsministerium gewandt und seiner Forderung nach schnellsatmöglicher Realisierung des III. Bauabschnitts der L 238n Nachdruck verliehen.

Führte die Straße bisher buchstäblich ins Nichts, so trage die als Entlastungsstraße geplante Landesstraße mit Fertigstellung des II. Bauabschnitts tatsächlich zu einer weiteren Belastung bei. „Zum einen wird sie zu einer finanziellen Belastung, denn das Bauprojekt hat schon viele Millionen verschlungen. Zum anderen führt sie zu einer unmittelbaren Belastung der Menschen im Bereich Pumpe/Stich, Waldsiedlung und Phoenixstraße. Dort wo jetzt schon täglich etwa 19.000 Fahrzeuge an den Häusern vorbeirauschen, werden dann noch mehr Fahrzeuge erwartet, vor allem Lkw“, betont die CDU. Nur der konsequente Weiterbau der Ortsumgehung im III. Bauabschnitt könne in den genannten Bereichen wieder zu einer Entspannung der Verkehrslage führen.

Aus diesem Grund hat der im Jahr 2012 neu gegründete Ortsverband der CDU Eschweiler-West bereits vor rund einem Jahr das Verkehrsministerium angeschrieben. Die Antwort war ernüchternd: Beim III. Bauabschnitt der L 238n sei vor dem Hintergrund naturschutzfachlicher Probleme im Bereich der Indeaue ein langwieriger Planungsprozess zu erwarten. Daher könne sich die Maßnahme gegenüber anderen Landesstraßenplanungen in der Priorisierung des Neu- und Ausbaus von Landesstraßen nicht durchsetzen. Der III. Bauabschnitt kommt erst einmal nicht kommt, weil kein Geld da ist.

Die CDU: „Der Sinn und Zweck dieser Straßenbaumaßnahme, die die Bürger zu entlasten, wird in sein Gegenteil verkehrt, wenn der III. Bauabschnitt nicht kommt. In diesem Fall sind auch die vorher bereits verausgabten Millionen nicht wirtschaftlich. Dann hätte man sich auch die Kosten für den II. Bauabschnitt sparen können.“

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