Eschweiler - Endlich schnelles Netz: Magenta leuchtet an allen Ecken

Endlich schnelles Netz: Magenta leuchtet an allen Ecken

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:
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Schaltschrank im magenta Gewand: Die Telekom rüstet wie hier an der Jülicher Straße die Schaltkästen für VDSL auf. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Das Magenta der Telekom leuchtet nun an einigen Straßen der Stadt. Nämlich dort, wo der Bonner Konzern die Schaltkästen umgerüstet hat. Die Arbeiten gehen auf die Zielgerade – im September noch sollen Eschweiler mit VDSL-Geschwindigkeit im Internet surfen können.

Dies bedeutet: 25 bis 50 Megabit pro Sekunde können dann geladen werden. Dafür wurden 15 Kilometer Glasfaserkabel gelegt und 180 Verteilerkästen umgerüstet. Bald soll der Schalter fürs schnellere Netz gedrückt werden.

Beschwerden von Bürgern

Ohne Nebengeräusche liefen die Umrüstungen jedoch nicht. So wurde von einigen Bürgern bemängelt, dass die aufgerissenen Straßen und Gehwege nicht wieder ordnungsgemäß geschlossen wurden. Der Technische Beigeordnete der Stadt, Hermann Gödde, räumte ein, dass es hier und da einmal Beschwerden gegeben habe. „Allerdings sind die Kollegen dann sofort vor Ort gewesen und prüften die Beschwerden“, sagt er. Diesmal habe es jedoch kaum etwas zu beanstanden gegeben. „Da sind vernünftige Firmen am Werk“, meint Gödde.

Regelmäßig flattern auch Beschwerden von Bürgern aus St. Jöris auf den Schreibtisch des Beigeordneten, die beklagen, dass sie noch nicht einmal mit DSL-Geschwindigkeit surfen können. Man werde nicht alle Haushalte ans schnelle Netz nehmen können, berichtet Gödde. In einigen Fällen sei aber Besserung bis zum Jahreswechsel zugesagt. Dass schließt allerdings nicht aus, dass manche Bürger in die Röhre gucken. „Die Telekom will eine VDSL-Abdeckung von 98 Prozent erreichen. Dies bedeutet natürlich, dass man zu den zwei Prozent gehören kann, die nicht angebunden werden“, sagt er.

Eschweiler ist eine der ersten Mittelstädte bundesweit, die komplett mit der schnellen Internetvariante eingedeckt wird. Bisher sind solche Leitungsgeschwindigkeiten nur in den Zentren von Großstätten üblich. „Wir haben das Glück gehabt, dass wir zu dem Pilotprojekt gehören“, meint Gödde. Und das Interesse an schnellem Netz ist bei den Bürgern groß. Die Telekom sei von der Vielzahl der Anfragen und Anträge in Eschweiler überrascht, heißt es.

Kosten übernimmt Konzern

Den VDSL-Ausbau zahlt die Telekom selbst. Für die Glasfaser-Verbindung nach Hehlrath, Kinzweiler und St. Jöris sprang die Stadt Eschweiler mit Unterstützung des Landes ein. Die Kommune übernahm die „nachgewiesene Wirtschaftlichkeitslücke“ in Höhe von 130.000 Euro. Ob dieser städtische Einsatz letztlich dazu führte, dass die Telekom nur ein Jahr später in Eschweiler flächendeckend VDSL anbietet, weiß nur die Telekom selbst. Und die schweigt.

Übrigens: Wer an VDSL interessiert ist, sollte sich seinen Anschluss hochschalten lassen. Dies gilt auch für Bürger, die nicht Kunden der Telekom sind. In jedem Fall muss der Nutzer selbst tätig werden, bevor er in den Genuss des schnellen Internets kommt.

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