Eschweiler - Emotionaler Abschied: Dr. Fummel gibt Stethoskop ab

Emotionaler Abschied: Dr. Fummel gibt Stethoskop ab

Von: vr
Letzte Aktualisierung:
11211823.jpg
Dampfend deftige „Eazezupp“ gehört zur Sessionseröffnung der Blauen Funken einfach dazu. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Einmal noch ließ er ihn die obligatorischen Liegestütze machen und attestierte die Fastelovendstauglichkeit des Funken-Neulings, dann hängte er sein Stethoskop an den Nagel: Werner Kurth übergab beim Sessionsauftakt der Blauen-Funken-Artillerie am Freitag seine Arzttasche an Max Rhiem und beendete damit eine 30-jährige Dienstzeit.

Bevor jedoch der emotionalste Moment des Abends gekommen war, bat der „700er Club“ zu Tisch und spendierte leckere Erbsensuppe im Saal Flatten. Vom Regimentsspielmannszug und dem blau-weißen Funkencorps in beste Karnevalsstimmung versetzt, ließen es sich die Gäste der Röthgener Karnevalsgesellschaft am Freitagabend schmecken, um dann dem Gesang der Dürwisserin Laura Wings zu lauschen, die mit ihnen einen Ausflug durch die Hits der Session unternahm, mit Gänsehautgarantie bei ihrer Interpretation des Klüngelköpp-Songs „Stääne“.

„Ne Penner“ Jonas Wintz gab Einblick in sein neues Arbeitsleben als Rotlicht-Beauftragter der Stadt und wusste über peinlich-geschwätzige Papageien und interkulturelle Annäherungen zwischen Eschweiler und Stolberg zu berichten. Gleich drei Premieren feierte die Tanzgruppe der KG im Anschluss auf der Bühne. Zum einen präsentierte sie den neuen Sessionstanz in Perfektion, zum anderen begrüßte Blaue-Funken-Präsident Marc Engelhardt die neue Tanzmarie Vanessa Buhl sowie Carina Hauk, die mit Thorsten Modschink das neue Tanzpaar der Gesellschaft bildet.

Zur Taufe von Neu-Funke Jan Persigel auf den Namen „Vergiss mein nicht“ schritt Funkendoktor Werner Kurth alias „Professor Dr. Fummel“ zu seiner letzten Amtshandlung und übergab das Amt sichtlich bewegt an Max Rhiem.

„Achim und Harry“ aus Monheim strapazierten anschließend noch einmal kräftig die Lachmuskeln und stießen mit ihrem Vorschlag, alle Pegida-Anhänger in einer Telefonzelle zu sammeln, schließlich seien die ja so hohl, dass man sie problemlos ineinander stapeln könne, auf große Zustimmung des johlenden Publikums.

„Komisch, in Dresden hat das keiner verstanden“, freute sich das Redner-Duo, das seinen Auftritt mit einem Appell zum Widerstand gegen Rassismus und Vorurteile krönte. Ein prächtiges Bild bot sich zum Schluss des Erbsensuppenessens, als die KG Ulk Oberröthgen, wie die Blauen Funken ebenfalls in ihrem 88-jährigen Jahr des Bestehes, die Bühne der „Delio-Arena“ enterte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert