Emotionale Fahrt mit Ultima Prova im Rio

Von: kaba
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Sängerin Schi Ldi gab alles, um das Publikum mitzureißen, und Pier Luigi Calabria am Bass war der Spaß an der Musik deutlich anzusehen. Foto: Katja Bach

Eschweiler. Mal sanft, mal fetzig, aber auf jeden Fall mit Herzblut und einer Menge Spaß spielten Ultima Prova jüngst im Rio auf. Die Bandmitglieder und ihre Frontsängerin Katharina Körber alias Miss Schi Ldi zeigten ihr gesamtes Repertoire von eigenen Songs bis hin zu Covern beliebter Klassiker. Dabei begeisterten vor allem die charmante Art der Moderation von Schi Ldi und der handgemachte Gitarrensound.

„Je mehr Gitarren, desto geiler“

„Wir kombinieren eine Heavy-Rock-Gitarre mit einem Wave-Gitarrensound“, erklärten die Gitarristen Cologero Lo Cicero und Hubert Kiepke, die die Band 1986 gegründet hatten. „Je mehr Gitarren man hat, desto geiler wird der Sch...“, versicherte auch Schi Ldi, als sie dem Publikum die Bandkollegen vorstellte.

Gemeinsam mit dem Bass, gespielt von Pier Luigi Calabria, und dem Schlagzeug, gespielt von Andreas Bentz, entstehe so echte Rockmusik. Das bemerkte auch das Publikum: „Diese Band hat richtige Qualität, die machen nicht einfach nur Krach“, sagte Manuel Hauck.

Sie geben immer alles

Er und sein Vater sahen Ultima Prova an diesem Abend zum ersten Mal und waren positiv überrascht. „Uns gefällt es richtig gut“, waren sich die beiden einig, „schade nur, dass so wenig Leute da sind.“ Doch das tat der Stimmung im Rio keinen Abbruch.

„Uns ist egal, ob wir für 15 oder 500 Leute spielen, wir geben immer alles“, erklärte Andreas Bentz. „Ich selbst blende beim Spielen alles aus und gebe mich ganz der Musik hin“, verriet der Schlagzeuger, während sein Bandkollege am Bass lieber die Nähe zum Publikum suchte und sich kurzerhand spielend zu den Zuschauern stellte. Und auch bei den anderen Bandmitgliedern war die Liebe zur Musik deutlich spürbar.

Doch nicht nur beim Auftritt, sondern auch in den zahlreichen eigenen Songs steckte viel Hingabe. Die Lieder von Ultima Prova berichten aus dem Leben. Mit „I found you“ machten sie den Auftakt und sangen vom Gefühl, den richtigen Menschen im Leben gefunden zu haben, und mit „Prisinor“ brachten sie das Gefühl auf die Bühne, in sich gefangen zu sein.

In der zweiten Halbzeit drehten die fünf Musiker dann noch einmal richtig auf. Den Song „PTBS“, übersetzt Posttraumatische Belastungsstörung, widmete die Band den Soldaten im Afghanistankrieg. Doch so einfühlsam und nachdenklich das eine Lied, so fröhlicher und lauter war das nächste, sodass am Ende ein tolles Gesamtkonzert entstand.

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