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EMF: Zum Auftakt gibt es ein gutes Dutzend Welthits

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
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Ein Konzert wie Wolke sieben: Da lernen Chris Thompson und sein Gitarrist das Schweben. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Der Marktplatz hatte ihm schon gefallen, als er ihn vor Wochen zum ersten Mal sah. Jetzt - mit der riesigen Showbühne - fand er ihn um so beeindruckender. „Die Bühne ist ja fast größer als der übrige Platz”, staunte Chris Thompson am Freitag. EMF-Veranstalter Max Krieger hatte die passende Antwort: „Ein großer Musiker verdient eine große Bühne!”

Dass Chris Thompson ein ganz Großer seiner Zunft ist, das stellte er ab 20.30 Uhr eindrucksvoll unter Beweis. Zuvor hatten Sponsoren und Gäste die einstige Stimme der Manfred Mann´s Earth Band, deren Hits längst Klassiker sind, in Mexi´s Party-Eck begrüßt.

Der ältere Herr mit dem Ohrring und der dicken Brille gab sich freundlich, ruhig und bescheiden. Das sollte sich bald ändern. Kaum hatten Simon Jonas und seine Schwester Maira, die als „Vorgruppe” ihr musiukalisches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatten, die Bühne verlassen, brannte der inzwischen 63-Jährige - fern jedes Gedankens an Vorruhestand und Rentnerdasein - ein musikalisches Feuerwerk ab, das zum Besten gehörte, was Eschweilers Marktplatz je an Konzerten erlebt hat.

Rock-Songs mit Aha-Effekt; Stücke, die man seit Kindertagen kennt, ebenso wie Neues vom jüngsten Album: Martha´s Madman, Wasting Time, Spirits in the Night - Stücke, die Thompson einst mit Manfred Mann zu Welthits machte und die noch heute zum Repertoire jedes gut sortierten Radiosenders gehören.

Don´t kill it Carol, Mighty Quinn, Redemption Song, Davy´s on the Road Again, Blinded by the Light... ein Höhepunkt jagte den nächsten. Und neue Werke wie Land of the long white Cloud machten da keine Ausnahme.

Letzteres ist übrigens der übersetzte Ureinwohnername für Neuseeland. Dort wuchs der gebürtige Brite Chris Thompson auf. Dass er jetzt den Weg nach Eschweiler fand, bejubelten einige tausend Zuschauer auf dem sehr gut gefüllten Marktplatz.

Moderator Robert Esser hatte sie zuvor mit Anton Vinken vom Ordnungsamt bekannt gemacht, der - durch die Duisburger Katastrophe sensibilisiert - den Zuschauern einige Verhaltensregeln und Hinweise auf „Notausgänge” mit auf den Weg gab.

Dabei stellte Bürgermeister Rudi Bertram fest: „Bei uns hier ist alles sicher! Wir können unbeschwert feiern!”

Und das taten die Rock´n´Roll verrückten Indestädter und ungezählte Gäste aus nah und fern dann auch. Und das wollen sie auch weiterhin. Am Samstag mit Julia Neigel und Edo Zanki, am Sonntag mit Jamaram. Und nächste Woche mit Pur und Nina Hagen.

Obwohl Letzteres noch immer nicht hundertprozentig ist. Städteregions-Kulturbeauftragte Dr. Nina Mika-Helfmeier: „Ich setze alles daran, dass das Konzert hier stattfindet!”
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