Elektronische Präzisionswaage für die Städtische Gesamtschule

Von: af
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Mit der neuen elektronischen Präzisionswaage können die Schüler der Gesamtschule Eschweiler Chemikalien für Versuche genauestens abwiegen. Foto: Anna Fitscher

Eschweiler. Ein Paradebeispiel dafür, wie man seine Schüler für Naturwissenschaften und Technik begeistert, liefert gerade die Städtische Gesamtschule Eschweiler. Sie ist nämlich Partnerschule von „ANTalive“ und konnte dank des Bonuspunktesystems dieses Vereins gerade eine Neuanschaffung machen, die es in sich hat: eine elektronische Präzisionswaage.

Doch der Reihe nach. „ANTalive“ ist ein Zentrum der Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“ (zdi), eine Initiative zur Förderung des naturwissenschaftlichen und technischen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen. Denn Fachkräfte in diesen Bereichen sind hierzulande knapp – zu wenig junge Menschen entscheiden sich für naturwissenschaftliche oder technische Ausbildungen oder Studiengänge.

„ANTalive“ bietet mit seinem breit gefächerten, außerschulischen Angebot an Wettbewerben, Kursen, Workshops und Praktika in Mathematik, Physik, Chemie, Informatik und Ingenieurswissenschaften Schülern eine Möglichkeit, ihre Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik zu entdecken.

Ganz nebenbei werden den Partnerschulen von „ANTalive“, deren Schüler an diesen Workshops teilnehmen, Bonuspunkte gut geschrieben. Ein Bonuspunkt entspricht dem Gegenwert von einem Euro. Für diese Punkte kann die Schule dann Ausstattungsgegenstände ordern, die nicht zum Grundinventar gehören – wie eben die elektronische Präzisionswaage. Die hatten sich die Schüler der Gesamtschule auch redlich verdient: Stolze 1295 Punkte sammelten die Jugendlichen mit der Teilnahme an diversen Workshops.

Auch der 18-jährige Julian Podzka nahm die Angebote von „ANT­alive“ gerne an und sammelte damit fleißig Punkte für seine Schule. „Die Zertifikate, die man für die Teilnahme an solchen Workshops erhält, stechen in jeder Bewerbung hervor“, weiß der Abiturient.

Er möchte später allerdings keinem naturwissenschaftlichen oder technischen Job nachgehen, sondern sich bei der Bundespolizei bewerben. „Naturwissenschaften sind eher mein Hobby“, so Podzka.

Dass Naturwissenschaften wirklich Spaß machen können, merkte man schließlich auch im Chemieunterricht der Jahrgangsstufe 13 der Gesamtschule. Dort stellten die Schüler chemische Leuchtmittel her, die man heute vor allem in Knicklichtern (und damit auf fast jeder Party) finden kann.

Das Interesse an der Herstellung der Leuchtmittel war bei den Jugendlichen natürlich dementsprechend groß. Mit der neuen Präzisionswaage können die Schüler Chemikalien bis auf 0,01 Gramm genauestens abwiegen. Das wiederum kommt auch der Schule zugute: Kleinste Mengen reichen, um Versuche vorzunehmen, Verschwendung von wertvollen Chemikalien wird vorgebeugt.

Die Schüler staunten nicht schlecht, als schließlich das Licht im Chemieraum ausgeknipst wurde und ihre selbst zusammengemischten Leuchtmittel in Gelb und Rot erstrahlten. Selbst Schüler, die nicht unbedingt naturwissenschaftlich interessiert sind, mussten spätestens jetzt zugeben, dass Chemie „ganz schön cool“ sein kann.

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