Einzelhandel probt den Schulterschluss

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Eschweiler. Auf Einladung des Citymanagment-Vereins Eschweiler trafen sich jetzt die Werbegemeinschaften aus sieben Städten der Region. Bei der Vorstellung der verschiedenen Gemeinschaften wurde deutlich, dass diese überwiegend ehrenamtlich und rechtlich in Vereinen arbeiten.

Dabei gibt es große Unterschiede des Organisationsgrades der Vereine. Während Langerwehe mit 170 Mitgliedern im positiven Sinne den Vogel abschoss, zählt der Verein in Eschweiler nur etwa 100 Mitglieder aus Handel, Handwerk und Gewerbe. Auch bei der Förderung durch die Städte und Gemeinden ergeben sich unterschiedlich hohe Beträge.

Die Unterschiede sind einerseits durch unterschiedliche Strukturen und Arbeitsfelder bedingt („klassische” Werbegemeinschaft, Stadtmarketing und mehr), andererseits übernehmen die Mitarbeiter teilweise auch anderweitige kommunale Aufgaben (zum Beispiel Tourismus). Einige Vereine müssen ohne Zuschüsse auskommen, können aber auf städtische Infrastruktur zurückgreifen, andere erhalten so hohe Zuschüsse, um Personal zu beschäftigen. In anderen Städten gibt es wiederum städtische Mitarbeiter für das Stadtmarketing.

Die Zusammenarbeit mir den Verwaltungen wurde allgemein gelobt. Meist lassen sich auf dem „Gefreitendienstweg” gute Lösungen erarbeiten.

Von den Teilnehmern aus fast allen Kommunen wird die Zusammenarbeit mit der Politik als verbesserungswürdig angesehen. Insbesondere die ungezügelte Expansion von Verkaufsflächen auf der grünen Wiese wurde kritisiert. Allerdings sieht man auch, dass es so gut wie keine Vertreter mit „Handelskenntnissen” in Räten und Ausschüssen gibt. Hier gelte es, sich mehr einzubringen, teilt der Citymanagement-Verein Eschweiler mit.

„Es ist deutlich hervorzuheben, dass in der Region etwa 15 000 Arbeitsplätze im traditionellen Handel bestehen, die es zu schützen gilt”, so der Eschweiler Verein. „Hoffnungen auf hohe Gewerbesteuereinnahmen von Großfilialisten zerschlagen sich oft durch deren Möglichkeit der Ertragssteuerung. Arbeitsplätze, die auf der grünen Wiese entstehen, gehen in den Zentren verloren. Diese Arbeitsplätze in den Fachgeschäften der Zentren sind außerdem weniger prekär”, meint der Verein.

Natürlich wurde bei dem Treffen auch die Koordination der Stadtfeste in der Region angesprochen. Da für das Jahr 2012 bereits alle Entscheidungen getroffen seien, werden sich die Vorstände der Vereine im Frühsommer nächsten Jahres noch einmal versammeln mit dem Ziel, wenigsten die „Traditionsfeste” von Veranstaltungen der Nachbarstädte frei zu halten.

Viele Themen konnten nicht bearbeitet werden. Auch dies spricht für weitere Treffen.
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