Eingriff für 30 Euro rettet vor dem Erblinden

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Kann wieder sehen: Die neunjährige Moandida konnte mit Hilfe der Christoffel-Blindenmission erfolgreich operiert werden. Foto: CBM

Eschweiler. Spendenfreudig und hilfsbereit zeigen sich die Einwohner von Eschweiler, wenn es darum geht, blinden Menschen in Entwicklungsländern zu helfen. Wie die Christoffel-Blindenmission (CBM) mitteilt, erhielt sie im vergangenen Jahr von 176 Eschweilerer Bürgern insgesamt 11.403 Euro an Spenden.

Mit diesem Geld konnte 380 am Grauen Star erkrankten Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika operativ geholfen werden.

Die Hälfte der weltweit 39 Millionen blinden Menschen leidet am Grauen Star. Nach einer kleinen Operation können die Betroffenen wieder sehen. Sie dauert in der Regel nicht länger als eine Viertelstunde. CBM-Direktor Dr. Rainer Brockhaus bedankte sich: „Durch die Unterstützung unserer Spender sind unsere Projekte erst möglich.

Ihre Hilfe verändert Leben!“ So wie bei Moandida aus Malawi: Das neunjährige Mädchen war auf einem Auge bereits als Kleinkind blind. Dann ließ auch die Sehkraft auf dem zweiten Auge nach. Zuletzt konnte Moandida gar nichts mehr sehen.

Das machte ihrer Mutter Grace große Sorgen, weil die Neunjährige zuletzt auch nicht mehr zur Schule gehen konnte. Ein blindes Mädchen aus einer armen Familie hat in Malawi sehr schlechte Zukunftsaussichten. Auch in den umliegenden Gesundheitsstationen gab es keine Hilfe. Zum Glück besuchte ein Mitarbeiter des CBM-Projektpartners „Malawi Council for the Handicapped“ (Macoha) das Dorf von Moandida und erkannte sofort: Das ist Grauer Star.

Die Erleichterung der Mutter war groß, als sie erfuhr, dass die Krankheit heilbar ist. Am Tag darauf wurde Moandida im Krankenhaus operiert und zwei Tage später konnte die Neunjährige wieder sehen.

Die Kosten einer Operation betragen in den Projekten der CBM im Durchschnitt nur 30 Euro, bei Kindern wegen der benötigten Vollnarkose rund 125 Euro. Doch das sind Beträge, die sich trotzdem viele nicht leisten können. Die Situation in Entwicklungsländern ist noch immer dramatisch. In vielen Ländern fehlt es auch an Krankenhäusern und Augenärzten.

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