Eschweiler - Eine Vielzahl der Indestädter will den Flüchtlingen helfen

Eine Vielzahl der Indestädter will den Flüchtlingen helfen

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Gut gefüllt war die Aula der Adam-Ries-Schule, wo die Stadtverwaltung am Donnerstagabend über die Einrichtung der Erstunterkunft für 150 Flüchtlinge informierte. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Am Freitag erreichten die 150 Flüchtlinge aus Hamm die Erstunterkunft in Eschweiler, am Donnerstagabend beantwortete die Stadtverwaltung in der Aula der Adam-Ries-Schule die Fragen zahlreicher Bürger.

Dass die Stadtverwaltung kurzfristig eingeladen hatte, lag daran, dass Bürgermeister Rudi Bertram erst am Dienstag von der Bezirksregierung um Amtshilfe gebeten wurde. „Wir waren aber nicht unvorbereitet“, sagte Bertram.

Dass durchaus Informationsbedarf bestand, war nach wenigen Minuten deutlich. Und: Viele Menschen wollen helfen, wissen aber nicht wie. Der Sozialamtsleiter Jürgen Rombach bat darum, das Wochenende abzuwarten: „Wir kennen die Menschen nicht. Gönnen sie uns die zwei Tage Erfahrung.“ Grundsätzlich sei man für jede Hilfe dankbar. Dies betonte auch Bertram, der nach eigener Aussage viele positive Gespräche geführt habe: „Die Anteilnahme der Menschen ist groß. Das zeichnet Eschweiler aus.“

Dass die Einrichtung der Erstaufnahmestelle für Eschweiler einen Kraftakt darstellt, daraus macht die Stadtverwaltung keinen Hehl. Dies wurde auch daran deutlich, dass die drei Amtsleiter René Costantini (Bürgermeisterbüro), Jürgen Rombach und Edmund Müller (Ordnungsamt) ebenso Rede und Antwort standen, wie der zuständige Dezernent Stefan Kaever und eben der Bürgermeister selbst. „Dies ist eine Aufgabe, der wir uns stellen müssen und werden“, sagte Bertram.

Die Vertreter der Stadtverwaltung trugen die Hintergründe und das Procedere vor. Selbst als eine eigens aus Bornheim angereiste, dem Verfassungsschutz bekannte Frau mit rechtsradikaler Vergangenheit mit Fragen provozieren wollte, blieb es bei sachlichen Antworten. Emotionale Reaktionen kamen von den Anwesenden. So belohnten das Publikum den Beitrag einer jungen Frau mit tosendem Applaus. Sie hatte Mutmaßungen entgegnet: „Die Flüchtlinge sind Menschen, die eine Chance bekommen wollen und die wissen, wer sich nicht benimmt, bekommt keine Chance!“

Am Ende blieb keine Frage offen. Und ein gutes Gefühl beim Bürgermeister und vielen anderen: Bei aller Skepsis – Eschweiler wolle helfen. Genährt wurde diese Zuversicht auch durch die Meldung einer Frau, die vehement forderte: „Nicht nur Hilfsorganisationen, sondern auch die Eschweiler Bürger wollen die Menschen begrüßen.“ Zur Unterstützung besteht ab Montag Gelegenheit.

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