Eschweiler - Eine Reise mit dem fetten Pfannkuchen

Eine Reise mit dem fetten Pfannkuchen

Von: kb
Letzte Aktualisierung:
5094683.jpg
Nahm die Kinder mit auf eine spannende Reise: Geschichtenerzähler Klaus Adam erzählte die Geschichte eines Pfannkuchens. Foto: Kathrin Brocker
5094561.jpg
Spannend für Nachwuchsleser: die Nacht der Bibliotheken.
5094551.jpg
Kinder lieben Geschichten: Gebanntes Zuhören bei der Nacht der Bibliotheken.

Eschweiler. Wer Pfannkuchen essen will, muss auf alles gefasst sein! Das jedenfalls lernten die jungen Zuhörer, denen Klaus Adam im Rahmen der Nacht der Bibliotheken „die wahre Geschichte vom dicken fetten Pfannekuchen“ erzählte. Und dieser Pfannkuchen ist ganz schön abenteuerlustig.

Statt sich brav von einer achtköpfigen Familie verspeisen zu lassen, hüpft er aus der Pfanne, um sich die Welt anzusehen. Denn zum Essen findet er sich viel zu schön.

Klaus Adam machte aus dem altbekannten Märchen seine eigene Version und erzählte sie nicht nur, sondern spielte sie den begeisterten Kindern regelrecht vor. Der Geschichtenerzähler präsentierte mit vielen Gesten und lustigen Grimassen, wie der Pfannkuchen auf seinem Weg durch die Welt die verschiedensten Tiere trifft und immer wieder vor hungrigen Mäulern davon rollen muss.

Ehemaliger Schauspieler

Der Erfolg der Vorführung hänge dabei aber stark von den Kindern ab, erklärte Adam. Als ehemaligem Schauspieler gefiel ihm bald diese Art des Auftretens besser und nun führt er etwa hundertmal im Jahr vor unterschiedlichem Publikum seine interaktiven Geschichten auf. Nicht nur für die Jüngsten ist etwas dabei. Für die älteren Kinder hat er Astrid Lindgren und die Abenteuer des Tom Sawyer im Gepäck, und auch Erwachsene können sich unter anderem mit Goethe und Shakespeare über sein vielseitiges Repertoire freuen.

Von 15 bis 16 Uhr brachte Klaus Adam in der Kinderabteilung der Stadtbücherei seine Zuschauer ab vier Jahren zum Lachen und Staunen. Im Rahmen der Geschichte sang er mit ihnen, ließ sie die Rollen der Tiere im Wald übernehmen und führte sogar als „Zi-Za-Zauberbär“ einen magischen Trick vor, bei dem er nacheinander ein Hühnerei, ein weichgekochtes Frühstücksei, ein Spiegelei und – auf Wunsch eines der Kinder – ein „Steckei“ aus seinem Zauberbeutel zauberte. Der Wunsch nach einem Dinosaurierei wurde verständlicherweise abgelehnt.

Mit „Kantipper, Kantapper“ rollt der Pfannkuchen noch bis nach Afrika, wo er auf ein hinterlistiges Krokodil trifft, das seiner Reise schließlich ein Ende setzt.

Zum Abschluss gab es zwar keine Pfannkuchen, aber die Stadtbücherei spendierte selbstgemachte Waffeln für alle. Gesponsert wurde die Vorstellung, die dem Motto „Deine Bibliothek: Wilder als du denkst“ mehr als entsprach, vom Förderverein der Stadtbücherei.

Die Leiterin der Stadtbücherei Michaele Schmülling-Kosel findet es sehr wichtig, dass die Leute sehen, dass eine Stadtbücherei mehr ist als nur Bücherausleihen. Das sei eines der Hauptziele der facettenreichen Aktion Nacht der Bibliotheken. Auf die nächste können sich alle Bücherwürmer und die, die es noch werden wollen, dann wieder in zwei Jahren freuen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert