„Kommunalpolitik in der Schule“: Einblick in Ratsarbeit

Eine Erkenntnis: Politiker sind auch nur ganz normale Menschen

Von: mah
Letzte Aktualisierung:
15886631.jpg
Gruppenfoto nach Aushändigung der Zertifikate: die am Projekt teilnehmenden Schüler. Foto: Manuel Hauck

Eschweiler. Abschließend resümierten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler über das Projekt, an dem sie seit Anfang Oktober teilgenommen hatten. „Kids – Kommunalpolitik in der Schule“ – ging dank des städtischen Jugendamts in die dritte Runde.

Acht Wochen lang begleiteten Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen Ratsmitglieder bei der Ausübung ihres Mandats und wechselten nach der Hälfte der Zeit von Regierung in Opposition oder umgekehrt.

Zusammenarbeit und Kontakt

Zum Dasein eines Ratsmitglieds gehören, so Albert Borchardt, einer der Mentoren bei Kids, nicht nur die Rats- und Fraktionssitzungen im indestädtischen Rathaus, sondern auch die Zusammenarbeit und der Kontakt mit Vereinen und NGOs. Jetzt bekamen die 15 Schüler die Zertifikate, die ihre Teilnahme bescheinigen.

Jürgen Termath, Christian Kolf und Sevil Uzungelis vom Jugendamt, sowie Bürgermeister Rudi Bertram freuten sich über die erfolgreiche Durchführung des Projekts und holten sich sowohl von den jungen Teilnehmern, aber auch von ihren Mentoren, den Ratsmitgliedern, Feedback ein.

Nachdem Ratsmitglied Wilfriedt Berndt mit seiner Rückmeldung das Eis brach, teilten auch die Jüngeren ihre Meinung mit. „Glücklich und zufrieden“ war einer, an dem Projekt teilgenommen zu haben. Der nächste erklärte, Kids sei gut für Eschweiler, die Atmosphäre in der Fraktion familiär und die gemachten Erfahrungen interessant. Eine weitere Schülerin würde das Projekt weiterempfehlen, Politiker seien schließlich auch ganz normale Menschen.

Ebenso interessant gewesen sei die Tatsache, dass es unterschiedliche Meinungen zu Themen je nach Entscheidungsebene – Kommune, Land und Bund – gibt. Franz-Dieter Pieta brach als Mentor die Lanze für die Schüler. Er stellte klar, dass generalisierendes „Jugend-Bashing“ nicht zugetroffen habe. Die Teilnehmer seien alles andere als desinteressiert und dumm.

Jürgen Termath vom Jugendamt bestätigte dies, denn in Eschweiler gäbe es eine Vielfalt an Jugend-Aktion. Anschließend meldeten sich auch zwei anwesende Lehrer der teilnehmenden Schulen, städtische Realschule, städtisches Gymnasium, sowie die Liebfrauenschule zu Wort.

So sei Kids in gewisser Weise eine wirkliche Entlastung, da auf diese Weise nicht nur die Lehrer Politik unterrichten, sondern auch die Schüler mit praxisnahen Erfahrungen bereichern können. Darüber hinaus sei lobenswert, dass die Jugendlichen aus eigener Motivation an dem Projekt teilgenommen haben, ohne zwangsläufig eine gute Note dafür zu bekommen.

Persönlich ausgehändigt

Was aber am Ende winkte, das waren die Teilnahme-Zertifikate, die Bürgermeister Rudi Bertram persönlich aushändigte. Ehe es dazu kam, fragte er unverblümt, ob es bei all dem Interessanten und Positiven auch Verbesserungsvorschläge oder konstruktive Kritik gäbe. Doch darauf folgte nur – Stille.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert