Eine Ausstellung zwischen Religion und Kunst

Von: af
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Freuen sich auf die Ausstellung „Auf Tuchfühlung“ in der Kirche St. Marien: Pfarrer Hannokarl Weishaupt, Marlene von Wolff und Pfarrer Marian W. Janke (von links). Foto: Anna Fitscher

Eschweiler. „Auf Tuchfühlung“ heißt die Ausstellung der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Geist Eschweiler-Süd, die vom 14. Februar bis zum 20. März in der Kirche St. Marien in Röthgen stattfindet. Ausgestellt werden 19 Bilder von Hungertüchern aus der ganzen Welt.

Hungertücher haben eine lange Tradition in evangelischen und katholischen Kirchen. Sie verhüllen während der Fastenzeit die bildlichen Darstellungen Jesu. Besonders weit verbreitet und bekannt sind die Hungertücher des katholischen Hilfswerks Misereor. Seit 1976 wird alle zwei Jahre ein neues Hungertuch gestaltet – und das von Künstlern aus aller Welt.

Das Thema Flucht

„Vor allem soll sich mit dem Thema Flucht, das gerade sehr aktuell ist, beschäftigt werden. Aber auch die eigene Lebenssituation soll hier gespiegelt werden“, so Pfarrer Hannokarl Weishaupt.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 14. Februar, nach der heiligen Messe, gegen 11. 45 Uhr von Claudia Kolletzki vom katholischen Hilfswerk Misereor eröffnet.

Weitere Messen finden jeweils sonntags, am 21. Februar, 28. Februar, 6. März und am 13. März um 11 Uhr statt. An diesen Sonntagen werden um 17 Uhr auch Abendgebete gesprochen. Am 28. Februar wird der Chor Carmina Mundi aus Aachen das Abendgebet begleiten.

Am 6. März wird dann der Josef-Azcs-Chor das Abendgebet in der Kirche St. Marien musikalisch untermalen. Jeweils eine Stunde vor und nach den Messen kann die Ausstellung besichtigt werden. „Jeder ist natürlich herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen“, betonte Pfarrer Weishaupt.

Die Idee zu dieser Ausstellung hatte Marlene von Wolff vor zwei Jahren. Ihr Vorschlag, die Bilder der Hungertücher auszustellen, traf bei Pfarrer Weishaupt und Pfarrer Janke sofort auf Zustimmung. „Die Ausstellung hat nicht nur etwas mit Religion zu tun – sondern auch mit Kunst. Hier trifft Kunst auf Kirche, auf Glauben und auf Leben“, so von Wolff.

Lesung mit Hanna Jansen

Im Rahmen der Ausstellung wird am 25. Februar um 19 Uhr auch eine Lesung mit Hanna Jansen, der Autorin des Buches „Über tausend Hügel wandere ich mit dir“, stattfinden. In dem Buch verarbeitet die Autorin die Erfahrungen mit ihrer Adoptivtochter, die in den 90er Jahren den Massenmord im afrikanischen Ruanda überlebte.

Am 11. März wird um 18 Uhr zudem gemeinsam mit dem Eschweiler Geschichtsverein ein Abendgespräch zum Thema Flucht veranstaltet.

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