Eine 85 Meter lange Raupe zum 100. Geburtstag

Von: mic
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100 Jahre Stadtbücherei: Die kleinen Darsteller der „Raupe Nimmersatt” ernteten für ihren Auftritt viel Applaus. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Mit einem „Sonntag der offenen Tür” beging die Stadtbücherei ein ganz besonderes Jubiläum. Auf den Tag genau vor 100 Jahren, am 8. November 1909, war die „Volksbibliothek und öffentliche Lesehalle” auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Dr. Ludwig Carbyn gegründet worden.

Zum Feiertag hatten sich die Stadtbücherei und der Förderverein viele Aktionen und Programmpunkte einfallen lassen, die zahlreiche kleine und große Besucher anlockten. Von 10 Uhr an bestand im Rathausfoyer die Möglichkeit, beim Bücherflohmarkt des Fördervereins das ein oder andere Schnäppchen zu machen und sich mit reichlich Lesefutter einzudecken.

Der Vorsitzende des Vereins, Horst Schmidt, war sehr zufrieden mit der Resonanz und freute sich, dass in nur zwei Tagen „etliche tausend” Bücher für den Flohmarkt gespendet worden waren. Und auch die Kuchenspenden für die Cafteria zum Festtag flossen reichlich. Der Erlös der Aktion kommt wie immer der Arbeit der Stadtbücherei zu Gute.

Zum runden Jubiläum hielt die Stadtbibliothek für die vielen Besucher ein besonderes Geschenk bereit: Die Ausleihe von Büchern und Medien sowie die Nutzung des Internets waren am Sonntag kostenlos - ein Angebot, das von vielen gerne genutzt wurde.

Am Sonntag gab es einen weiteren Geburtstag zu feiern. In diesem Jahr wurde „Die kleine Raupe Nimmersatt” 40 Jahre alt. Aus diesem Anlass nimmt die Eschweiler Bücherei an einem Wettbewerb des Gerstenberg Verlags teil, bei dem es Lesekisten zu gewinnen gibt. Ziel ist es, die längste Raupe Nimmersatt zu basteln. Die Kleinen aus den Eschweiler Kindergärten waren sehr fleißig. Die Raupe, die sich an den Wänden der Bibliothek entlang schlängelt, kommt auf stolze 85,60 Meter, wie die stellvertretende Büchereileiterin, Michaele Schmülling-Kosel, bekanntgab.

Zum Raupengeburtstag hatte die Theaterpädagogin Anna Zeien der Stadtbücherei vorgeschlagen, mit Kindergartenkindern „Die kleine Raupe Nimmersatt” als Theaterstück aufzuführen - eine Idee, von der die Bibliotheksleiterin Christine Rohe und ihre Kolleginnen sofort begeistert waren. Ebenso begeisternd war dann auch der große Auftritt der kleinen Schauspieler, die sich bei zwei Aufführungen in die Herzen der Zuschauer spielten.

Nicht ganz soviel Resonanz wie erhofft fand der „Poetry Slam”, eine Art Dichterwettstreit mit selbst geschriebenen Texten, bei dem sowohl der Text als auch der Vortrag an sich bewertet werden. Eigentlich für Jugendliche und Erwachsene gedacht, blieben die Erwachsenen unter sich. Das tat der Begeisterung keinen Abbruch.

Die vier Lesepatinnen Elke Rosewig, Liselotte Hammes, Helga Stoye und Marianne Mathibe hatten für den „Poetry Slam” kurze Geschichten und Gedichte geschrieben, die sie im kleinen Kreis vortrugen. Unterstützt wurden sie dabei von Pamela Granderath und ihrem Kollegen Markim Pause, die unter anderem den Düsseldorfer „Slam” organisieren und moderieren. Markim Pause war es denn auch, der den Eisbrecher - in der Szene Opferlamm genannt - spielte und mit heiteren selbst verfassten Gedichten eine vergnügliche Veranstaltung einleitete.
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