Ein Toter bei Messerstecherei in Eschweiler

Von: Patrick Nowicki und Michael Cremer
Letzte Aktualisierung:
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Bei einer Messerstecherei am Samstagabend in Eschweiler ist nach ersten Informationen ein Mensch getötet worden. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt. Das Drama ereignete sich in einem griechischen Restaurant in der Steinstraße. Foto: Ralf Roeger

Eschweiler. Ein Bild des Grauens bietet sich am Samstagabend in der Steinstraße, als die Polizei eintrifft: Vor der „Taverne Korinth” liegt ein Mann mit blutüberströmtem Gesicht auf dem Boden.

In dem Imbiss, im hinteren Speiseraum, befinden sich zwei weitere Verletzte mit großen Schnitt- und Stichwunden. Zu diesem Zeitpunkt haben sie schon viel Blut verloren.

Notärzte kümmern sich sofort um die Männer und kämpfen um deren Leben. Bei einem allerdings vergebens: Er stirbt noch im Krankenwagen. Die anderen beiden werden ins Krankenhaus gebracht - sie schweben inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.

Auch einen Tag später ist noch nicht eindeutig geklärt, was sich am Samstagabend genau in dem griechischen Imbiss ereignet hat. Dort hat ein große Gruppe gefeiert und gegessen. Dann entbrannte ein Streit, der schließlich eskalierte. Warum, das konnte auch Oberstaatsanwalt Robert Deller am Sonntag noch nicht sagen. Alles deutet jedoch darauf hin, dass lediglich einer der Männer mit einem Messer zugestochen hat. Am Dienstag im Laufe des Tages sollen erste Ergebnisse vorliegen - unter anderem ist auch die Obduktion des Leichnams angeordnet.

Zahlreiche Menschen wurden Zeugen der unglaublichen Bluttat, sie müssen nun vernommen werden. Bei dem Mann, der schließlich vor dem Imbiss gefunden wurde, soll es sich um den mutmaßlichen Messerstecher handeln. Dem Vernehmen nach soll er sich selbst schwer am Hals verletzt haben. Dies will Robert Deller derzeit aber noch nicht bestätigen - nur, dass der Hauptverdächtige selbst im Krankenhaus liegt, allerdings nicht in Lebensgefahr schwebt.

Die Sanitäter und Ärzte mussten sich nicht nur um die Verletzten kümmern, auch Zeugen mussten behandelt werden, die unter Schock standen. Vier Rettungswagen, einer davon aus Würselen, waren im Einsatz.

Einige Gerüchte kochten noch am Samstagabend hoch: Jemand soll auf dem Fahrrad geflohen sein, hieß es am Flatterband, dass die Polizei gespannt hatte, um den Tatort abzusperren. Von zwei Messern war die Rede, die aufgetaucht seien. Auch Gründe für die blutige Auseinandersetzung wurden genannt. Doch gesichert ist nichts, zu viele Details müssen noch von den Ermittlern ans Licht geholt werden, bis sich das Puzzle zu einem stimmigen Bild zusammensetzt. Das will die Staatsanwaltschaft am Montag schließlich präsentieren.

Der griechische Imbiss an der Steinstraße war ein beliebter Treffpunkt. Der Wirt war auch im Vereinsleben aktiv und unterstützte unter anderem einige Fußballteams. Er blieb am Samstagabend unverletzt. Seit Sonntag steht an der „Taverne Korinth” zu lesen, dass sie bis auf weiteres geschlossen bleibt.
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