Eschweiler - Ein Sturzbach voller Farbe wird am Ende zu Kunst

Ein Sturzbach voller Farbe wird am Ende zu Kunst

Von: mic
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Malen nach Zahlen war gestern:
Malen nach Zahlen war gestern: Beim Kreativtag im Kinder- und Jugendzentrum St. Peter und Paul erfuhren die Jugendlichen hautnah, was Action Painting heißt. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Wissen Sie auf Anhieb, wie weit es von Eschweiler bis zum Times Square in New York ist oder was eine volle Literflasche Cola wiegt? Solche und ähnliche Aufgaben mussten die Jugendlichen lösen, die an den Ferienspielen des Kinder- und Jugendzentrums St. Peter und Paul teilgenommen haben.

Vieles lässt sich planen, das Wetter nicht. Umso erstaunlicher findet es der Leiter der Einrichtung an der Peter-Paul-Straße, dass es während der Ferienspiele nur an jenen beiden Tagen geregnet hat, an denen man eh im Jugendheim war und nicht unterwegs. „Das Wetter hat sich nach unserem Programm gerichtet,”, lacht Frank Berndt.

Selbstvertrauen tanken

Acht spannende Tagestouren standen in diesem Jahr auf dem Programm, Unternehmungen, die die Jugendlichen noch lange in Erinnerung behalten werden. So gab es im Aachener Kletterwald neun verschiedene Parcours in teils Schwindel erregender Höhe zu bewältigen. „Hier konnten sie Selbstvertrauen tanken und die Erfahrung machen, wie wichtig gegenseitige Hilfe ist”, sagt Frank Berndt.

Die war auch beim „Jump & Run” in Nideggen gefragt, einer Art Schnitzeljagd, bei der sich eine Gruppe als Fährtenleger und die andere als Jäger durch das bergige Gelände kämpfen musste. Am Ende des spannenden Tages waren alle schlichtweg platt.

Etwa 250 Meter lang ist die absolute Attraktion im belgischen Erlebnisbad Hengelhoef: Wie beim Canyoning im Gebirge wartet der Wildwasserkanal mit Stromschnellen und anderen Hindernissen auf, die die Gruppe aus Eschweiler zu bewältigen hatte, wohlgemerkt zu Fuß.

Deutlich trockener ging es beim Tagesausflug nach Düsseldorf zu. Dort genossen die Jugendlichen den weiten Blick vom Fernsehturm, besuchten nach einem Picknick am Rheinufer das Filmmuseum und erkundeten anschließend in kleinen Gruppen Altstadt und „Kö”.

Der letzte Ausflug führte am Mittwoch nach Maastricht, wo als Höhepunkt eine Raftingtour in amerikanischen Marinebooten auf dem alten, ungebändigten Arm der Maas anstand. Komplette Wechselkleidung war bei diesem äußerst nassen Vergnügen ein Muss.

An zwei so genannten Kreativtagen, die Ehrenamtlerin und Praktikantin Zoe Pütz konzipiert hatte, war „Chillen” im Jugendheim angesagt, wobei die Jugendlichen auch bei dieser Form der Erholung durchaus gefordert waren. Neben leckerem Essen und mannigfaltigen Spielmöglichkeiten hatte jeder der beiden Tage seinen Höhepunkt.

Bei „Schlag den Raab” unter Moderation von Frank Berndt traten die Jugendlichen gegen das Team der Ehrenamtler an. Es galt, viele knifflige Fragen zu beantworten und sportliche Herausforderungen wie ein Pedalo-Rennen, einen Satz Badminton oder Wasserbomben-Weitwurf zu bestehen. Das terrassenförmige Außengelände mit seiner kleinen Arena erwies sich, entsprechend illuminiert, einmal mehr als idealer Ort für solcherlei Vergnügungen. Auch wenn die Ehrenamtler am Ende siegten: Alle Beteiligten hatten einen Riesenspaß.

„Malen” im Käfig

Den gab es auch beim Action Painting am Mittwochnachmittag. In einem „Käfig”, der mit Plastikplanen vom Rest des Saales abgetrennt war, konnten sich die Jugendlichen nach Herzenslust und im wörtlichen Sinne mit Farbe austoben. In einem ersten Schritt ergossen sich wahre Sturzbäche aus verdünnter Schulmalfarbe über die Leinwand am Boden - und über die Jugendlichen selbst, die eingepackt in schützenden Overalls literweise bunte Farbe aus Getränkeflaschen verspritzten. Auf dieser Grundlage entstand nach und nach ein „Gemälde”, das seinen Platz an einer Wand im Kinder- und Jugendzentrum finden wird.

Am Freitag gehen die Ferienspiele mit einem Open-Air-Konzert und der großen Abschlussparty zu Ende (ab 16 Uhr).

War da nicht noch was? Ach ja! 6021 Kilometer beträgt die Entfernung zwischen Eschweiler und dem Times Square in New York, und eine volle Colaflasche wiegt 1100 Gramm. Wer hätte das gewusst?
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