Eschweiler - Ein Ständchen zur Bescherung

Ein Ständchen zur Bescherung

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
Stimmungsvolle Weihnachtsliede
Stimmungsvolle Weihnachtslieder präsentierte der Chor des Städtischen Gymnasiums in der Weisweiler Festhalle. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Die Weihnachtstage können kommen! Zumindest für die Gäste des Weihnachtskonzerts anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Raiffeisen-Bank Eschweiler.

Denn das mehr als zweistündige Programm, dass die Verantwortlichen des Geldinstituts zusammengestellt hatten, vermittelte Vorfreude pur und ließ in der vollbesetzten Festhalle Weisweiler in Sachen Festlich- und Besinnlichkeit keine Wünsche offen.

Ob Chor und Band des Städtischen Gymnasiums, die Original Eschweiler, die Ausnahmesopranistin Nadja Platen, am Flügel begleitet von Katja Schönafinger, Trompeter Lutz Kniep oder Walter Danz, der eine Weihnachtsgeschichte der besonderen Art vorlas - alle Mitwirkenden zauberten eine feierliche Atmosphäre auf die Bühne und rissen die Zuhörer immer wieder zu begeistertem Beifall hin.Und dies für einen guten Zweck: Sämtliche Einnahmen des Konzerts fließen nämlich in das Förderprogramm „Alle Kinder essen mit” der Stadt Eschweiler.

„Wir sind am 8. Dezember 100 Jahre jung geworden und möchten ihnen heute einige besinnliche Stunden bescheren”, begrüßte Johannes Gastreich, Vorstandssprecher der Raiffeisen-Bank Eschweiler, die zahlreichen Gäste. Um wenig später als Erster beschert zu werden. „Auch wenn es sich heute um ein Weihnachtskonzert handelt, gilt das erste Lied dem Jubilar”, erklärte Moderator Robert Esser. So intonierten die Original Eschweiler „Happy Birthday”. Nach diesem kurzen Ausflug stand dann die Einstimmung auf das Fest der Liebe im Mittelpunkt. Ob klassisch mit „Herbei nun, ihr Hirten”, „Es ist ein Ros entsprungen” und „Tochter Zion” oder moderner mit dem swingenden „Jingle Bell Rock” brachte das Fanfarenkorps unter der Leitung von Patrick Oder das Publikum in Stimmung.

Gemeinsam mit dem Chor des Städtischen Gymnasiums ging es dann „In die Weihnachtsbäckerei”. Auch ohne „Verstärkung” gelang es den Schülern mit ihrer Chorleiterin Anette Zumbroich, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Am Piano begleitet von Lehrer Peter Schulz, stimmten sie „Es ist für uns eine Zeit angekommen” an, um dann mit „Jingle Bells”, „Mary´s Boy Child” und „Rudolph, the red nosed rendeer” einen Ausflug über den Großen Teich zu wagen.

„Einen bunten Strauß weihnachtlicher Melodien” versprach Robert Esser, als er mit Lutz Kniep einen Solotrompeter der Extraklasse ankündigte. Mit dem „Ave Maria” und „Gloria in excelsis deo” stellte dieser gleich seine Qualität unter Beweis. Einem Weihnachts-Swingmedley ließ er abschließend „Alle Jahre wieder” und „Oh du Fröhliche” folgen.

Die zweite Halbzeit eröffneten die Original Eschweiler: diesmal hatten sie „Süßer die Glocken nie klingen”, „Alle Jahre wieder” und „Ihr Kinderlein kommet”. Zwischendurch ging es mit „Feliz navidad” in den Süden. Mit viel „Drive” eroberte die Band des Städtischen Gymnasiums die Bühne. „Rocking around the christmas tree”, „Santa Claus is coming to town” und „So this is christmas” interpretierte sie in beeindruckender Weise.

Dann nahm Walter Danz in einem Sessel auf der Bühne Platz, um Robert Gernhardts Weihnachtsgeschichte/Satire „Die Falle” nicht nur vorzulesen, sondern allein mit Stimme und Mimik zu spielen. Der ehemalige Schauspieler ließ dabei Familie Lemm in Berlin-Dahlem während des Besuchs, besser gesagt der Heimsuchung, durch den Weihnachtsmann, Knecht Ruprecht, St. Nikolaus und Erzengel Gabriel Hören und Sehen vergehen.

Gesang in Vollendung brachte dann Sopranistin Katja Platen zu Gehör. Unterstützt durch die kongeniale Pianistin Katja Schönafinger entführte die Opernsängerin die Konzertgäste zunächst in die Welt der Klassik, bevor sie mit „Bald ist heilige Nacht”, „Am Weihnachtsbaum, die Lichter klingen” und „Still, still, still, weil´s Kindlein schlafen will” ihre überragende Stimmqualität voll zur Geltung brachte.

Nun fehlte zum würdigen Abschluss nur noch ein Lied: „Stille Nacht, heilige Nacht”, angestimmt vom Chor des Städtischen Gymnasiums und Katja Platen. Weihnachten kann kommen!

Am 8. Dezember 1911 schlossen sich 21 Bürger in Röhe zusammen und gründeten den „Röher Spar- und Darlehnskassen-Verein”, aus dem später die Raiffeisen-Bank Eschweiler hervorging.

Sie folgten damit einer Initiative des Sozialreformers Friedrich-Wilhelm Raiffeisen, der mit genossenschaftlichen Vereinigungen für den ländlichen Raum einen Gegenpol zum Bank und Kreditwesen der Städte, das sich Industrie und Wirtschaft verbunden fühlte, schuf.

„Auch heute stehen wir für ein gesellschaftlich verantwortungsvolles Unternehmertum, das die Solidarität als einen Grundwert der Genossenschaften ansieht”, betonte Vorstandssprecher Johannes Gastreich. „Deshalb wehren wir uns auch vehement dagegen, im Hinblick auf die Wirtschaftskrise mit den Banken in einen Topf geworfen zu werden.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert