Ein Schulprojekt bringt Schülern das Thema Ernährung näher

Von: cheb
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Schülerin Zoë Emmerich präsentierte an ihrem Stand wissenswerte Fakten zur Ernährungspyramide. Foto: Christian Ebener

Eschweiler. Wie kann ich mich gesund ernähren? Welche Inhalte stecken eigentlich in meinem Essen? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigte sich in den vergangenen Wochen der Bildungsgang für Gesundheitswesen unter Leitung von Karin Stenz und die Berufsschulklasse für den Bildungsgang Einzelhandel unter Leitung von Manuela Rynio am Eschweiler Berufskolleg.

Der stellvertretende Schulleiter Christoph Happe freute sich, dabei „gemeinsame Berührungspunkte“ zwischen den Lehrgängen zu finden.

Herausgekommen ist eine spannende Präsentation der Ergebnisse an unterschiedlichen Ständen, bei denen die Schüler des Berufskollegs rätseln, naschen und auch staunen konnten. Auf Basis eines Fragebogens wurde zuvor das Ernährungsverhalten von rund 400 Schülern in 22 Klassen ermittelt. Dazu gehörten auch Fragen nach der Bedeutung der Ernährung für die Schüler, beliebte Lebensmittel und die eigene Definition von gesunder Ernährung.

Besonders unregelmäßige Ernährung, mangelnde sportliche Betätigung und „Laster“ wie Rauchen und Energydrinks wurden dabei ausgemacht.

In Kleingruppen, die ihre „Themen selber gefunden“ haben, wie Rynio erklärte, wurden dann unterschiedliche Thematiken erarbeitet und für die Präsentation eigene Stände vorbereitet. Zu den Bereichen gehörten Fast Food, Energydrinks, Sport, Zucker, Frühstück, Gemüse, Exotenfrüchte und Vollkornernährung.

Schüler sensibilisieren

Für Rynio war klar: „Ernährung ist immer ein Thema“. Deshalb war es auch wichtig die Schüler nicht nur im Unterricht, sondern auch mit solchen Projektarbeiten dafür zu sensibilisieren, besonders unter dem Gesichtspunkt, dass sie später in der Branche arbeiten wollen.

Schülerin Lisa „hat das viel Spaß gemacht“, wie sie sagte. Anhand von Zuckerwürfeln wurde an ihrem Stand dargestellt, wie viel Zucker verschiedene Orangensäfte enthalten. Eine Geschmacksprobe durfte für die anderen Schüler natürlich nicht fehlen. An anderen Ständen konnte man auch ein Quiz oder ein Blindraten ausprobieren. Bei Zoë Emmerich konnte man sich beispielsweise über die Ernährungspyramide und den Body-Mass-Index informieren.

Für sie gab es auch viel zu lernen über den „Unterschied zwischen verschiedenen Produkten und die Auswirkungen auf Organe“. Dass bis 2030 rund jeder zehnte Deutsche an Diabetes erkrankt sein könnte und auch Herzinfarkte immer häufiger werden, schockierte auch sie. „Ich wusste vieles vorher, aber manche Sachen waren mir gar nicht bewusst“, sagte sie und betonte: „Wenn man den Willen hat“, lässt sich die Ernährung deutlich gesünder gestalten.

„Nachhaltige Geschichte“

Zudem boten viele Stände auch Rezepte an, die in kürzester Zeit umsetzbar sind für die berufstätigen Schüler. Für Rynio ist wichtig, dass es sich hier um eine „nachhaltige Geschichte handelt und nicht einfach verpufft“. Und bei dem Interesse der vielen Schüler, die sich die zahlreichen Stände anschauten, lässt sich absehen, dass dieses Projekt wohl noch öfter wiederholt wird.

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