Eschweiler - Ein Schmuckstück mit uralten Wurzeln

Ein Schmuckstück mit uralten Wurzeln

Letzte Aktualisierung:
Vom landwirtschaftlichen Anwes
Vom landwirtschaftlichen Anwesen zur Vorzeige-Wohnanlage: Der Hof Goerdtstraße 17 lockt zum „Tag des offenen Denkmals” mit einer Menge Sehens- und Wissenswertem. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Am Sonntag, 11. September, findet unter dem diesjährigen Motto „Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert” bundesweit der „Tag des offenen Denkmals” statt. In Eschweiler steht in diesem Jahr der Stadtteil Röhe im Mittelpunkt des Denkmaltages.

Aus diesem Anlass ist in Röhe die gerade sanierte, historische Hofanlage Goerdtstraße 17 zur Besichtigung geöffnet. Der Arbeitskreis Röhe des Eschweiler Geschichtsvereins bietet von der Hofanlage aus Führungen zu weiteren Röher Baudenkmälern und zum evangelischen Friedhof in Röhe an.

Die Hofanlage Goerdtstraße 17 blickt auf eine lange Geschichte zurück. Sie wurde nachweislich seit dem 16. Jahrhundert als landwirtschaftliches Gut betrieben. Zu den Besitzern der Hofanlage gehörten unter anderem die adeligen Familien von Kaldenbach und von Recklinghausen.

Letztere hatte über mehrere Jahrhunderte das Amt des Eschweiler Bergvogtes inne. Die heutige Bausubstanz der Hofanlage wurde zum größten Teil nach der Zerstörung Eschweilers im Jahr 1678 errichtet.

Da die Hofanlage für eine nach heutigen Maßstäben geführte Landwirtschaft keinen Raum mehr bot, wurde die landwirtschaftliche Nutzung 2008 eingestellt. In den folgenden Jahren wurde die Hofanlage in mehreren Abschnitten grundlegend saniert. Das Wohnhaus und die früheren landwirtschaftlichen Gebäude wurden zu Wohnungen umgebaut.

Das Programm des Denkmaltages beginnt am 11. September um 10 Uhr mit der Eröffnung in der Hofanlage Goerdtstraße 17. Bei der anschließenden Führung wird eine Ausstellung gezeigt, die anhand von Plänen und Fotos die historische Entwicklung Röhes kurz beleuchtet und die Geschichte der Hofanlage Goerdtstraße 17, ihre bauliche Entwicklung und den Ablauf der Sanierung darstellt.

Im Rahmen der Führung besteht die Gelegenheit, einen Blick in einzelne Innenräume der Hofanlage zu werfen. Die Hofanlage und die Ausstellung können auch außerhalb der Führung zwischen 10 und 17 Uhr besichtigt werden.

Darüber hinaus bietet der Arbeitskreis Röhe des Eschweiler Geschichtsvereins Führungen durch Röhe an. Jeweils um 11 und 12 Uhr beginnen ausgehend von der Hofanlage Goerdtstraße 17 Führungen zu einzelnen Baudenkmälern und zum evangelischen Friedhof in Röhe.

Dieser ist einer der ältesten erhaltenen Friedhöfe in Eschweiler. Auf dem Friedhof befinden sich mehrere historische Grabsteine, unter anderem die Grabplatte eines Mitgliedes der Familie von Recklinghausen aus dem 17. Jahrhundert.

Auch Helene Nickel fand auf dem evangelischen Friedhof ihre letzte Ruhestätte. Ihr Nachlass war die Grundlage für das „Helene-Nickel-Stift”, in dem sich bis 1960 eine ambulante Krankenpflege, eine Nähschule und eine Kinderverwahrschule befanden.

Der Eigentümer der Hofanlage Goerdtstraße 17, der Eschweiler Geschichtsverein und die Stadt Eschweiler laden herzlich zum Tag des offenen Denkmals ein.

Weitere Informationen zum bundesweiten Denkmaltag finden Sie unter http://www.tag-des-offenen-Denkmals.de im Internet. Bei Rückfragen sowie für weitere Informationen zu den Aktionen in Eschweiler-Röhe stehen bei der Stadt Eschweiler die beiden Mitarbeiterinnen der Unteren Denkmalbehörde, Brigitte Lammertz-Dressler, Tel. 02403/71604, und Irmgard Mailandt, Tel. 02403/71638, als unmittelbare Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.

Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Pfarre St. Katharina Wenau an den Aktionen zum Tag des offenen Denkmals am 11. September.

Die mittelalterliche Klosteranlage der Prämonstratenserinnen und heutige Pfarrkirche ist ganztägig zur Besichtigung geöffnet. Ein buntes Leben herrscht in der Anlage, die zu den schönsten der Region zählt, denn wieder lässt „Tempora Nostra” mit Freunden das mittelalterliche Leben im 13. Jahrhundert im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar” werden.

Unter dem Motto „Kloster - Küche - Kräutergarten” wird es möglich sein, nicht nur einen Blick in das Alltagsleben sondern auch in die mittelalterliche Küche zu werfen.

In einer Schauküche werden die Gerätschaften und die Prinzipien der mittelalterlichen Küche vorgestellt. Auch die typischen Kräuter und ihr Einsatz in Medizin und Küche werden erklärt, und wer will kann auch die mittelalterliche Küche kosten.

Ein Stück wird die Zeit zurück gedreht, wenn die Stundengebete auch die Besucher zur Besinnung an diesem einmaligen Ort einladen.

Über den Tag hinweg werden mehrere Führungen in der Kirche und durch die Anlage angeboten.

Der Tag beginnt um 9.30 Uhr mit der Heiligen Messe. Für das leibliche Wohl ist während des ganzen Tages gesorgt.

Das aktuelle Programm wird kurz vor der Veranstaltung im Internet unter http://www.st-katharin-wenau.de veröffentlicht.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert