Ein Leben für die Wetterstation

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Führt akribisch Tagebuch: Peter Scheiff notiert seit 40 Jahren die aktuellen Niederschlagswerte für Weisweiler. Foto: Lars Brepols

Eschweiler. Selbst zur großen Verleihung ließ sich Peter Scheiff nicht dazu bewegen, seine eigenen vier Wände zu verlassen. Die Wetterstation hat schließlich Vorrang, auch wenn die Auszeichnung mit der Bundesverdienstmedaille selbst für den 79-Jährigen noch etwas Besonders ist.

„Für ihre 40-jährige ehrenamtliche Beobachtungstätigkeit wird Ihnen dieser Verdienstorden überreicht”, erklärte Uwe Milenk, stellvertretender Leiter der Regionalen Messnetzgruppe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen, während er Scheiff die schmucke Medaille ans Revers heftete.

„Bin ich jetzt mehr Wert?”, schmunzelte Scheiff, der seit 1967 als Wetterbeobachter für den DWD tätig ist. Im Winter muss punktgenau um 6.50 Uhr gemessen werden. Im Sommer eine Stunde später. Am Mittwochmorgen notierte er 1,2 Millimeter Niderschlagshöhe, 0,5 Zentimeter Schnee und ein G für geschlossene Schneedecke.

Insgesamt 31.000 Liter Niederschlag pro Quadratmeter hat Scheiff für Weisweiler seit Anbeginn gemessen. „Die Station existiert seit 1896 und hat eine lange Messreihe vorzuweisen”, berichtete Milenk. Für den nationalen Wetterdienst seien Bürger wie Peter Scheiff unverzichtbar. Etwa 2400 Stationen des DWD werden von ehrenamtlich engagierten Bürgern in Deutschland betreut.
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