Ein Hauch von Pink Floyd weht durch die Indestadt

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
So einen Besuch hat man auch n
So einen Besuch hat man auch nicht alle Tage: Gary Wallis (links) war bei Frank Krüttgen in dessen Eschweiler Praxis zu Gast. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Mit das beste entdeckte Gary Wallis erst nach der zweiten Behandlung. Als er die Tischtennisplatte erspähte, hätte er am liebsten gleich eine Runde gespielt.

Gary Wallis war einst Teil der weltberühmten Band Pink Floyd, er spielte mit Tom Jones, Mike & the Mechanics, Nik Kershaw und Rod Stewart. Von Donnerstagabend bis Freitagmittag war er in Eschweiler, um sich von Frank Krüttgen in dessen Praxis behandeln zu lassen.

Aber warum kommt ein weltbekannter Musiker in die Indestadt? Vor kurzem lernte Frank Krüttgen Gary Wallis kennen, als er bei Helene Fischer war. Was Wallis beruflich macht, merkt man ihm im Grunde an, wenn man ihn trifft. Wenn er sitzt, klopft er auf seinen Oberschenkeln herum, als stünde ein Schlagzeug vor ihm. Wallis ist britischer Schlagzeuger, Percussionist, Musikproduzent, Programmierer und Songschreiber.

Krüttgen hat bereits einige Musiker auf seiner Massagebank durchgeknetet. So war er bei Auftritten der Reihe „Rock meets Classic” dabei, in der Chris Thompson, Ian Gillian, Steve Lukather, Jimi Jamison und Robin Beck auf der Bühne standen. Auch Julia Neigel hat er schon begleitet, und Luxuslärm sucht ebenfalls seine Hilfe.

Sport, mit dem alles begonnen hat, ist Frank Krüttgen mit seinem Team ebenfalls treu. Die Bundesliga-Volleyballer von Evivo Düren werden von Eschweiler aus ebenfalls betreut.

„Mehr als ein paar Probleme”

Als Frank Krüttgen nun Gary Wallis traf, kamen die beiden ins Gespräch. „Ich hatte mehr als ein paar Probleme”, sagte Wallis und lachte dabei. Kein Wunder. Schon nach kurzer Behandlung trat eine Besserung ein, der Musiker schöpfte großes Vertrauen. „Ich habe gemerkt, dass es mir gut tut”, sagte Wallis. Der Kontakt blieb bestehen. Mehr noch. „Es ist eine Freundschaft daraus entstanden”, so Krüttgen.

Und da bei Schlagzeugern körperliche Probleme dann auch gerne mal häufiger auftreten, nutzte er die Chance, sich zu Frank Krüttgen zu begeben, da er derzeit in der Nähe auftritt. In Essen setzte sich Wallis am Donnerstagabend in den Zug. Krüttgen holte ihn am Bahnhof ab und nahm ihn für eine Nacht bei sich auf. Mehrere längere Behandlungen natürlich eingeschlossen.

„Ich fühle mich jetzt 100 Prozent besser”, sagte er und ergänzte: „Ich bin viel schneller, habe keine Blockade.” Wie zum Beweis trommelte er - und das in der Tat sehr schnell - auf seinen Oberschenkeln. Dass Frank Krüttgen ihn wieder fit geknetet hat, war auch gut so, immerhin stand Freitagabend die nächste Show in Krefeld an. Frank Krüttgen ist mit Gary Wallis gemeinsam dorthin gefahren.

Aber vorher nahm er noch kurz den Tischtennisschläger in die Hand. „Das ist mein Lieblingsspiel”, verriet er. Um sich aufzuwärmen und die Koordination zu trainieren, sei Tischtennis perfekt. Einen erneuten Besuch in der Indestadt kann sich Gary Wallis trotz seines vollen Terminkalenders in der nächsten Zeit übrigens durchaus vorstellen.

Frank Krüttgen hat zwar schon einige Musikstars fit für die Bühne gemacht, normal ist für ihn der Umgang mit den prominenten Patienten dennoch (natürlich) nicht. „Für mich ist das genial, jemanden von Pink Floyd hier zu haben”, sagte er kurz vor der Abreise nach Krefeld.

Für Frank Krüttgen geht es musikalisch in Kürze unter anderem mit Tabaluga, dem Rockmärchen von Peter Maffay, weiter. Bei Terminen etwa in Köln, Leipzig, Oberhausen und Bremen ist Krüttgen dabei. Nicht ausgeschlossen, dass eine Runde Tischtennis mit Gary Wallis demnächst nachgeholt wird.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert