Ein Garagenhof als Anlaufstelle für viele Menschen

Von: Silvia Kurth
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Keine Boutique, aber eine glückliche Fügung für zahlreiche Menschen: die Kleiderstube St. Michael, die vor 20 Jahren von Christel Breuer-Klein (links) ins Leben gerufen wurde. Zu ihren Mitstreiterinnen gehört Dorothea Albrecht (rechts). 18 Jahre lang half auch die inzwischen 82-jährige Rosa Zeiler. Foto: Silvia Kurth

Eschweiler. „Das ist keine Boutique, das ist eine Kleiderkammer.” Soviel ist klar, wenn man die bis unter die Decke gefüllten Räume betritt. Dorothea Albrecht brauchte es nicht wirklich noch scherzhaft zu betonen. Ein Garagenhof an der Indestraße ist für viele Menschen zur Anlaufstelle geworden, auch wenn draußen nur ein relativ unscheinbares Schild darauf hinweist, was hier zu finden ist: die Kleiderstube St. Michael.

Seit Dezember hat sie gegenüber der Agentur für Arbeit ein neues Domizil gefunden, nach Jahren der Odyssee.

Christel Breuer-Klein, die „Mutter” der Kleiderstube, Dorothea Albrecht, Flutura Mohamatay, Birgit Frantzen und Marion Andre gehören zum harten Kern der Helferinnen, aber auch Rosa Zeiler, die sich nach 18 Jahren mit ihren 82 Lenzen aus der aktiven Mitarbeit verabschiedet hat, darf nicht vergessen werden, wenn es darum geht, 20 Jahre Kleiderstube St. Michael Revue passieren zu lassen.

Zwei Kinder, deren Jäckchen zu kurze Ärmel hatten, waren für Christel Breuer-Klein der Auslöser für die Initiative. Angefangen hat sie an der Gutenbergstraße in einer vom Nachbarn zur Verfügung gestellten Garage. Etliche Jahre fristete die Kleiderstube dann ihr Dasein in Kellern: in einem privaten Trockenraum, im Berufskolleg und unter der Turnhalle Jahnstraße. Zuletzt hatte sie Zuflucht in einer von Elektro Grün zur Verfügung gestellten Halle an der Franzstraße gefunden.

Der eine verkauft Kleidung, die er nicht mehr anziehen mag oder kann, an den Second-Hand-Laden, der andere schmeißt sie in den Container oder gar auf den Müll, der andere macht sich die kleine Mühe, sie zu einer Kleiderkammer zu bringen, wo dankbare Abnehmer warten. „Gutes tun, das gar nicht auffällt”, nennt Christel Breuer-Klein das.

Die Zahl der Menschen, die froh darüber sind, dass es Einrichtungen wie die Kleiderstube St. Michael gibt, wird größer. „Es kommen immer mehr. Viele sagen: Gott sei Dank habe ich euch gefunden.”
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