Ein Fußballturnier wie ein Familienfest

Von: Andreas Röchter
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Auch das ist der Blausteinsee-Cup: Tanja Jumpertz, Inge Franken und Carmen Wilke (v. l.) versorgen die Zuschauer mit Leckereien. Foto: Andreas Röchter
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Stadionsprecher Erwin Körfer kommentiert das Geschehen. Foto: Andreas Röchter
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Am Samstag stand auch Fußballtennis auf dem Programm. Foto: Andreas Röchter
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Hans-Josef „Willy“ Naeven (links) steht den Schiedsrichtern und Mannschaftsbetreuern zur Seite. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Seit zwei Jahrzehnten können sich die Fußballfans der Indestadt ganz bestimmte eineinhalb Wochen im Jahreskalender rot ankreuzen. Die zweite Hälfte des Monats Juli steht sportlich eindeutig im Zeichen des Blausteinsee-Cups des FC Rhenania Lohn, mit dem die Saison der Amateurfußballer eröffnet wird. In diesen Tagen findet die 21. Auflage des von dieser Zeitung präsentierten Turniers statt.

Doch für die Verantwortlichen der Rhenania beginnt „ihr“ Blausteinsee-Cup keinesfalls erst im Sommer, sondern Anfang Januar: „Dann startet die erste Planungsphase“, erklärt der 1. Vorsitzende Reiner Trimborn. Unter anderem steht dann im Blickpunkt, welche Mannschaften das Teilnehmerfeld bilden sollen. „Wir können auf ein Portfolio von rund 20 Vereinen zurückgreifen. Die Mischung muss stimmen. Diese besteht aus Eschweiler Mannschaften, aber auch Traditionsvereinen aus der Nachbarschaft.

Die Klassenzugehörigkeit sollte unterschiedlich sein, damit die Kleinen die Großen herausfordern können. Natürlich sollte der Titelverteidiger, in diesem Jahr der TuS 08 Langerwehe, immer mit von der Partie sein. Manche Clubs gehören quasi zum Inventar, doch es ist immer wieder auch interessant, neue Mannschaften präsentieren zu können. Etwa den Landesligisten GFC Düren 99, der vor einem Jahr sein Debüt in Neu-Lohn gab, in das Finale einzog und auch diesmal seine Visitenkarte abgibt“, versteht Reiner Trimborn diese erneute Zusage als Kompliment für das gesamte Blausteinsee-Cup-Organisationsteam.

Diesem gehören natürlich die zwölf Vorstandsmitglieder des Vereins an, der in drei Jahren sein 100-jähriges Bestehen feiern darf. Doch auch „Ehemalige“ wie der frühere 2. Vorsitzende Willi Jansen bringen ihre Fähigkeiten mit Enthusiasmus ein. „Er stellt eine wichtige Stütze beim Aufbau dar, da er technisch sehr versiert ist“, macht Reiner Trimborn deutlich. Ebenfalls Verlass ist auf Michael Wilke, der auch nach einer Nachtschicht und kurzer Ruhepause nicht davor zurückschreckt, dort zu helfen, wo er gebraucht wird. Womit nur zwei von zahlreichen Beispielen genannt sind.

Allen an der Organisation beteiligten ehrenamtlichen Helfern ist bewusst, dass zum „Gesamtpaket“ des Blausteinsee-Cups mehr als „nur“ Tore, Punkte, Sieg oder Niederlage zählen. Die gute Bewirtung, die die Gäste im Stadion am Blausteinsee genießen dürfen, hat sich herumgesprochen. In diesem Jahr unter anderem dafür verantwortlich: Patricia Gillessen, die als Küchen-Chefin die Nachfolge von Liesel Krahe übernommen hat, sowie Tanja Jumpertz, Inge Franken und Carmen Wilke (diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).

Fester Bestandteil des Blausteinsee-Cups ist seit seiner ersten Auflage die ehemalige „Oldie-Night“, die inzwischen unter der Überschrift „Open Air Music Night“ firmiert und am letzten Turnierfreitag Jahr für Jahr zahlreiche Besucher auf die Tanzfläche lockt. Auch in Neu-Lohn muss man mit der Zeit gehen. „Als wir uns vor inzwischen mehr als 20 Jahren die ersten Gedanken darüber machten, ein Turnier dieser Art zu veranstalten, war sofort die Idee präsent, einen Abend mit Musik fest zu integrieren“, erinnert sich der Ehrenvorsitzende Hans Krahe, einer der Väter des Blausteinsee-Cups. Einher ging die Umbenennung der Vereinsanlage in „Stadion am Blausteinsee“, die seinerzeit von der Stadt genehmigt wurde.

Elftägige Veranstaltung

Klar ist, dass die Kombination aus Tradition und neuen Ideen die wohl einzige Chance ist, eine elftägige Veranstaltung wie den Blau­steinsee-Cup zukunftsfähig zu halten. „Mitstreiter zu finden, wird definitiv nicht leichter“, weiß auch Reiner Trimborn. Einfälle sind dennoch vorhanden: Zum mittlerweile dritten Mal fand in diesem Jahr das von Jens und Sven Baumann ins Leben gerufene und nach wie vor organisierte Fußballtennis-Turnier statt, dass damit nun ebenfalls und endgültig Einzug in die Rubrik „Tradition“ hält. Unter die Filigrantechniker der alles in allem 17 Mannschaften, darunter klangvolle Namen wie „Energie Kopfnuss“, „Karl-Heinz Jena“, „The German Wall“, „FC Hajopei“ und die Dauerbrenner des „FC Mütze Glatze“, mischten sich mit Markus Daun, Mario Tolkmitt und Carsten Baumann auch wieder einige Ex-Profis, um den Kampf mit und gegen den Ball und das Netz aufzunehmen.

Absolut unverzichtbar für ein Fußballturnier der Größenordnung des Blausteinsee-Cups, der, wie Reiner Trimborn betont, „sehr ordentlich dotiert ist“, sind natürlich Sponsoren. Eines der wichtigsten Attribute des Turniers um den Blausteinsee-Cup ist und bleibt aber die familiäre Atmosphäre. Und dazu gehört auch die eine oder andere Aufmerksamkeit für die Gäste und Gastmannschaften: So durfte Reiner Trimborn in den zurückliegenden ersten Turniertagen gleich dreimal einen Blumenstrauß überreichen. Schließlich befinden sich mit dem SV St. Jöris, dem SCB Laurenzberg sowie Eintracht Verlautenheide gleich drei Aufsteiger im Teilnehmerfeld.

Am kommenden Sonntag stehen die Finalpartien auf dem Spielplan. Danach ist Pause in Sachen Blausteinsee-Cup. Bis Anfang Januar.

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