Ein Energiebündel im Farbrausch

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Menschen sind ihre „Leinwand
Menschen sind ihre „Leinwand”: Performance-Künstlerin Lilo Kinne, demnächst in Vicht. Foto: imago

Stolberg. Die „Multi-Media-Künstlerin” Lilo Kinne stellt ab Samstag, 14. Januar, ihre spektakuläre Kunst im Europäischen Kunsthof Vicht, Eifelstraße 63, aus. Ausstellungseröffnung ist am Samstag um 17 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin.

Lilo Kinne ist die Begründerin der Welt umfassenden Art Space-Projektes. Ihre Stationen sind unter anderem Paris, San Francisco, Tokyo, Frankfurt, Stuttgart und New York, wo sie seit 30 Jahren als namhafte Künstlerin lebt und arbeitet.

Lilo Kinne bemalt nicht nur Leinwände, das ist ihr oft zu „normal”. Sie bemalt auch Möbelstücke und besonders gerne während einer Ausstellung nackte Menschen. Ganz spontan spricht sie Personen auf der Straße oder sogar in der eigenen Ausstellung an und bittet diese, sich für die Performance zur Verfügung zu stellen. Dem großen Charme und dem Charisma Lilo Kinnes kann sich kaum jemand entziehen.

Entsprechend finden sich schnell mehrere männliche wie weibliche Protagonisten, die kurze Zeit später als lebendige Leinwände von Lilo Kinne mit den Händen bemalt werden. Mal großflächig, mal mit feinen Nuancen arbeitet die Künstlerin. Sie überträgt ihre Energien und Emotionen kraftvoll und faszinierend schön auf die eben noch nackt scheinenden Körper. Sie zieht die Menschen mit Farbe an.

Genau so arbeitet sie auch, wenn sie eine leere Leinwand vor sich hat. Farben schlingen sich ineinander, sind übereinander gelegt oder verwickeln sich in Harmonie, ein Wechselspiel wie das Leben selbst, in immerwährender Bewegung - lebendig.

Die Künstlerin Lilo Kinne selbst ist Energie pur, was sie während ihres künstlerischen Schaffens vollends auslebt. In ihrer Kunst vereint sie Elemente verschiedenster Medien und Stilrichtungen. So schafft sie es virtuos, ein Endprodukt, sprich Kunstwerk, zu schaffen, das in seiner Wirkung ein vielfaches dessen erreicht, was mehrere Werke der jeweils eigenen Stile nicht vermögen.

Natürlich hofft Angelika Kühnen, dass Lilo Kinne auch während der am 14. Januar um 17 Uhr stattfindenden Vernissage eine Performance macht. Aber das ließ die Künstlerin bislang offen, denn sie ist, wie sie selber sagt, „ein Energiebündel und immer sehr spontan, folgt nur den situativen Gefühlen und spontanen Ideen”. In der Ausstellung in Vicht werden mehrere großformatige Arbeiten Lilo Kinnes zu sehen sein.

Weit gefasst, könnte man ihre Bilder, die mit kräftigen kontrastierenden Farben gemalt sind, als amerikanische Pop-Art-Expressionismus bezeichnen. Wären da nicht die Texte, Informationen, die Lilo Kinne wie eine Magierin während des Malvorgangs intuitiv in ihre Arbeiten hineinschreibt, käme sie in den Bereich der Informellen Kunst. So lässt sich Lilo Kinne aber nicht greifen. Ihre Kunst ist zeitlos, fasziniert, inspiriert und hinterfragt. Zahlreiche Videos und ein Film, der sogar in Cannes präsentiert wurde, zeigen die Vielseitigkeit und Intensität Lilo Kinnes.

Die Ausstellung ist bis zum 26. Februar zu sehen: samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.
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