„Ein bunter Verein!“: ETV sucht neue Mitglieder

Von: jlm
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Auf unserem Bild von links: Horst Winter (10 Jahre dabei), Ute Jerzynski (Vorsitzende), Hans Mohnen (10), Marion Breuer (60), Birgit Hansen (25), Ralf Greven (15), Helmut Förster (60), Waltraud Bauer (40), Joachim Lux (10), Käthe Comos (40) und Hans-Josef Bülles (stellvertretende Vorsitzender). Foto: Julia Meuser

Eschweiler. „Das Fieber der Jugend hält die Welt auf Normaltemperatur“, so die Vorsitzende des Eschweiler Turnvereins 1867 e.V. Ute Jerzynski. Ihr Engagement tue dem Verein gut und trage Früchte.

Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Freitagabend im Haus Lersch galt ihr besonderer Dank daher auch den engagierten Jugendlichen.

In ihrem Bericht wies sie jedoch ebenfalls auf ein großes Problem hin: Die Mitgliederzahl sei unter die „Schallgrenze gerutscht“, so die Vorsitzende. Genau 280 Mitglieder brauche der Verein, um am Ende des Jahres im Geschäftsbericht auf „plus minus null zu kommen“. Derzeit seien es aber nur 261 Mitglieder. Sie müssten nun neue Ideen entwickeln, um Mitglieder zu halten und neue zu gewinnen und besonders ihre guten Angebote mehr bewerben. Sie bedankte sich auch bei den Übungsleitern und allen Mitgliedern, ohne die der Verein nicht bestehen könne. Die Oberturnwartin Liane Gallus berichtete von Aktivitäten wie Wanderungen, einer Kanutour, Radtouren und dem Besuch der Kegelbahn, welche im Berichtsjahr unternommen wurden.

Auch außerhalb der Turnhalle seien sie in ihrer Freizeit aktiv, so die Oberturnwartin. Elf Mitglieder hätte im Herbst des letzten Jahres im Waldstadion das Sportabzeichen abgelegt. Auch habe der Verein neue Übungsleiter gewinnen können: Nicole Gallus, Christina Gallus und Fatima El Bubsi. Die Kinder- und Jugendwartin Melanie Dohmen fügte hinzu, dass die Jugend im letzten Jahr ebenfalls diverse Wettkämpfe, unter anderem den Showexpress, ausgerichtet und auf einem Tanzturnier in Belgien den dritten Platz erreicht hätte. 2015 stehe nun ein großer Ausflug bevor, auch ein Thementag werde derzeit geplant.

Im Anschluss folgte der Bericht des Schatzmeisters Frank Wittemann sowie der Kassenprüfer. Neue Kassenprüfer wurden Uli Knöppler und Astrid Verlings. Schließlich meldete sich ebenfalls der stellvertretende Vorsitzende Hans-Josef Bülles zu Wort. Es sei seine Pflicht und ein Bedürfnis, sich auch bei der Vorsitzenden zu bedanken. Einige Male habe sie die Nerven im letzten Jahr blank liegen gehabt, so Hans-Josef Bülles, der auch auf die Menge an Arbeit als Vorsitzende hinwies.

Nach dem Haushaltsplan 2015 wurden schließlich Wünsche der Mitglieder nach mehr Öffentlichkeitsarbeit und einer besseren Kommunikation untereinander laut. Demnächst sollen Termine in den Aushängen der einzelnen Turnhallen ausgehängt werden, ebenfalls sollen die Übungsleiter in den einzelnen Gruppen auf diese Termine hinweisen, da nicht jeder auf die Aushänge gucken würde.

Verein zeigt weiter Flagge

Die Beschlussfassung zur notwendigen Satzungsänderung „Gemeinnützigkeit“ sorgte dann für rege Diskussionen. Im Paragraph zum „Zweck des Vereins“ war auf Geheiß des Finanzamts der Satz „Parteipolitische, konfessionelle und rassische Bestrebungen sind ausgeschlossen“ gestrichen worden. Auf Wunsch der Mitglieder wurde dieser Satz nun jedoch dem Paragraphen 6 „Rechte und Pflichten der Mitglieder“ hinzugefügt. Der Verein bekenne weiterhin Flagge, so der stellvertretende Vorsitzende. „Der ETV ist ein bunter Verein!“

Auch der „Frühbucherrabatt“, welcher nun entfallen soll, war Thema der Jahreshauptversammlung. Ebenfalls stellte der Vorstand einen Antrag auf Verkürzung der nächsten Wahlperiode auf zwei Jahre. Seit 1998 sei sie nun Vorsitzende, erklärte Ute Jerzynski. Vor der letzten Wahl habe sie eigentlich schon nicht mehr antreten wollen, doch man habe sie gebeten, doch noch das 150 Jährige im Jahr 2017 zu machen. Eigentlich stehe dann aber erst 2019 wieder eine Wahl an, das dauere ihr aber zu lange. Im Jahr 2018 wäre sie genau 20 Jahre lang Vorsitzende gewesen, „dann würde ich gerne aufhören“, erklärte sie. Dann könne ein in Gänze neuer Vorstand die Arbeit aufnehmen. Hans Josef Bülles fügte hinzu, dass jüngere Menschen dann in ihre Fußstapfen treten würden. Sie würden den neuen Vorstand und den Verein aber auch nach ihrem Rücktritt nicht im Regen stehen lassen, so die Vorsitzenden.

Zu guter Letzt wurden zahlreiche Anwesende für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt: Horst Winter, Hans Mohnen und Joachim Lux (10 Jahre), Ralf Greven (15 Jahre), Brigit Hansen (25 Jahre), Käthe Comos und Waltraud Bauer (40 Jahre) sowie Marion Breuer und Helmut Förster (60 Jahre). Marion Breuer sei mindestens 40 Jahre auch in Verantwortung gewesen und habe sich nie gescheut, Arbeiten zu übernehmen. Helmut Förster schreibe derzeit eine neue Chronik, er sei „das lebendige Geschichtebuch des ETV“. Eine Arbeit, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann, so der stellvertretende Vorsitzende.

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